Niko Schwind & Channel X (Stil vor Talent): „Bei Stil vor Talent geht es sehr familiär zu“


Anschnallen, denn diese Fahrt führt mit Vollgas ins Elektro-Wunderland: Das Berliner Über-Label Stil vor Talent schickt mit Channel X und Niko Schwind zwei seiner erfolgreichsten Aushängeschilder in den Stuttgarter Kessel Romy S. und wir können ein paar Fragen an Niko Schwind und Channel X richten.

PS: Niko Schwind und Channel X rocken am 24. September 2011 die Romy S. in Stuttgart. Wir verticken noch 3*2 Tickets.

Hallo Jungs. Schön, dass ihr euch Zeit für uns genommen habt. Wie geht’s denn heute so? Scheint in Berlin auch die Sonne?

Niko Schwind & Channel X: Uns geht es blendend. Glücklicherweise scheint die Sonne auch mal … :)

Als erstes unsere Standardfrage: Wie seid ihr zur elektronischen Musik gekommen?

Channel X: Durch eine Mix-CD von Jeff Mills Mitte der 90er, die wir beide unabhängig voneinaner gehört hatten und davon beeinflusst wurden.

Niko Schwind: Mir ging es ähnlich, jedoch war es bei mir eine Mix-CD von Monika Kruse. Das müsste im Jahr 2001 gewesen sein.

Und ab wann war für euch absehbar, dass ihr mit der Musik euren Lebensunterhalt verdienen würdet und was war vorher der Karriereplan? Oder macht ihr vielleicht noch was anderes außer Musik Produzieren und Auflegen?

Channel X: Musik hatte schon immer eine sehr große Rolle für uns gespielt. Nur wollten wir beide erstmal den normalen Weg gehen. Was in unserem Fall hieß, eine Lehre zu machen und danach erstmal ein wenig zu arbeiten. Dass wir mit der Musik unser Geld verdienen könnten, hat sich erst vor drei bis vier Jahren herauskristallisiert.

Niko Schwind: Also einen Masterplan gab es da nicht. Das kam eher Step by Step bei mir. Ich habe mich einfach immer mehr mit dem Auflegen und Produzieren von elektronischer Musik beschäftigt. Ein ganz wichtiger Schritt bei mir war der Umzug nach Berlin, wo ich meine ganze Zeit und Energie in das Musikmachen gelegt habe. Geplant war eigentlich, dass ich Soziale Arbeit studieren würde.

Ihr seid bei Oliver Koletzkis Label Stil vor Talent unter Vertrag. Stil vor Talent scheint für euch ja wie eine Familie zu sein. Erzählt mal ein wenig. Wie sieht die Zusammenarbeit aus?

Niko Schwind & Channel X: Labelintern geht es schon sehr familiär zu. Die Kommunikation untereinander ist ziemlich kumpelhaft. Neben dem häufigen zusammen Auflegen unternehmen wir auch privat viel gemeinsam.

Wenn ihr eure Platten produziert, welche Hard- und Software benutzt ihr dann?

Niko Schwind & Channel X: Als Hostsequenzer findet Ableton Live seine Anwendung. Im Laufe der Zeit haben wir uns einige Softwaresynthesizer wie Trillian/Omnisphere von Spectrasonic gekauft. In einigen unser letzten Produktionen kam auch die Soundbibliothek von Vienna zum Einsatz.

Für viele Musiker fängt der Tag erst am Nachmittag an. Wie ist das bei euch? Wie sieht der Tag bei euch aus?

Channel X: Durch das Nachtleben ist der normale Tagesablauf empfindlich gestört und der Tag fängt häufig etwas später an.

Niko Schwind:
Ich schlafe gern und gut. :D

Was mögt ihr mehr, Club oder Festival? Gibt es dafür einen Grund?

Niko Schwind & Channel X: Beides hat seinen Reiz. Aber die Atmosphäre eines kleinen Clubs, in dem es ordentlich brodelt und der Kontakt zum Publikum viel intensiver ist, kann ein Festival nur selten bieten.

Afterhour? Ja oder nein und warum?

Niko Schwind & Channel X: JA und DARUM.

Niko, du hast zur Zeit ein Album am Start, richtig? Erzähl mal etwas darüber. Wie ist es entstanden und was erwartet den Hörer?

Niko Schwind: Das Album „Good Morning Midnight“ ist Ende Mai auf Stil vor Talent erschienen. Auf dem Album sind auch einige Features mit befreundeten Künstlern wie Oliver Koletzki, Fran und Channel X. Den Hörer erwartet eine Mischung von Deephouse bis floororientierem Techhouse.

Ihr spielt im September in Stuttgart. Habt ihr schonmal in Stuttgart gespielt und wie war es bis jetzt für euch? Habt ihr eine Message für unsere Leser?

Niko Schwind & Channel X: Da gibt es nur eins zu sagen: Wir freuen uns jedes Mal RIESIG, dort zu spielen.