GEMA verschiebt Tariferhöhung


Die GEMA wird ihre geplante Tariferhöhung, die im kommenden Jahr stattfinden sollte, bis mindestens Juni 2013 verschieben, so die Berliner Zeitung.

„Die Verwertergesellschaft Gema verschiebt die geplante Erhöhung der Tarife für Musikveranstalter. Mindestens bis Juni 2013 sollen die bisherigen Vergütungssätze jetzt erst einmal weiter gelten.

Im Juni kommenden Jahres wird die Entscheidung der Schiedsstelle des Patent- und Markenamtes erwartet, die über die Angemessenheit der im April 2012 einseitig von der Gema verkündeten strittigen Tarife befinden soll. Bislang hatte die Gema darauf beharrt, die neuen Tarife auch ohne die Billigung der Schiedsstelle einzuführen, nachdem sie die Einführung nach großem öffentlichen Druck schon von Januar auf April 2013 verschoben hatte. Die Verschiebung der Tarife bis zum Schiedsspruch war zuletzt Anfang Dezember vom Wirtschaftsminister Schleswig-Holsteins gefordert worden. (FR)

Hintergrund

Die Verwertungsgesellschaft GEMA plant ab 2013 eine Anpassung ihrer Tarife für das Abspielen und Aufführen von Musik in der Öffentlichkeit. Zehn Prozent der Eintrittsgelder von Bars, Clubs und Kozerthallen sollen demnach an die GEMA gehen. Die Tarife richten sich auch nach der Größe der Location. Für manche Veranstalter bedeutet das Preissteigerungen um 500 Prozent.

Die GEMA vertritt in Deutschland die Urheberrechte von mehr als 64,000 Komponisten, Textautoren und Musikverlegern sowie zwei Millionen Rechteinhabern aus aller Welt.“

Quelle: www.berliner-zeitung.de