DIE WELT: Techno-DJs und ihr First-Class-Nomadenleben


Wie ist es nun – das Leben als Star-DJ? Das fragte sich die deutsche überregionale Tageszeitung DIE WELT. Keine Außenminister, keine Unternehmensberater und selbst Piloten würden nicht so viel reisen wie einige internationale DJs. Die Zeitung wollte wissen, wie es sich anfühlen würde, zwischen Flughafen, unglaublich extatischen Menschenmengen und Drei-Sterne-Restaurants zu leben. Mit ihrer neuen Reportage will DIE WELT uns einen Einblick in das First-Class-Nomadenleben verschaffen. Dabei stellten sich die vier DJs und Musikproduzenten Carl Cox, Christian Smith, Dubfire und Nic Fanciulli den Fragen vom Journalisten Alexander Schimmelbusch.

carlcox

Wenn die Zukunft der Globalisierung gehört, dann sind sie die Avantgarde: Vier Techno-DJs auf ewiger Welttournee sprechen über First-Class-Flüge, wilde Festivals und Drei-Sterne-Lokale in Tokio.

Mindestens 100 Auftritte im Jahr, in über 100 Städten weltweit – so lautet die ungeschriebene Regel. Wer so viel reist, kann sich als „Travelling DJ“ bezeichnen. Als Exemplar einer seltenen Gattung, die in Zwischenräumen lebt, in Lounges, in Hotels, in Limousinen, in Flugzeugen. Kein Unternehmensberater reist so viel, kein Pilot, kein Außenminister. Der ständige Ortswechsel ist die Konstante, die dem Dasein dieser heutigen Nomaden Struktur verleiht.

Gleich nach der Musik kommt im Leben vieler „Travelling DJs“ das Essen. Was naheliegt, denn Gelegenheit macht bekanntlich Diebe – oder in diesem Fall Gourmets: Niemand, auch kein Tester des „Guide Michelin“, hat die Möglichkeit, über Jahrzehnte hinweg in unzähligen Städten ohne Rücksicht auf Kosten feierlich essen zu gehen. Die Nomaden akkumulieren dabei ein enzyklopädisches Kulinarik-Wissen: Wenn man das beste japanische Lokal in Medellín sucht oder eine passable Weinkarte in Sarajevo, sollte man, wenn man seine Nummer hat, am besten bei Dubfire anrufen.

Der Grammy-prämierte iranisch-amerikanische „Economist“-Leser hat die geheime Reservierungshotline des „Noma“ in Kopenhagen auf Kurzwahl gespeichert. Ein Interview mit ihm und drei seiner Nomadenkollegen, zwischen Tür und Angel, auf Ibiza, in Berlin und in Amsterdam.

Quelle: Zur kompletten Reportage „Techno-DJs und ihr First-Class-Nomadenleben“