Mjonik: „Nichts bewegt mich mehr als die Musik“


mjonik

trndmusik: Gab es einen Grundgedanken zu Deinem Track „Irosnap“?

Mjonik: Ich bin natürlich immer auf der Suche nach etwas Außergewöhnlichem. Mehr oder minder zufällig bin ich dann auf die koreanische Gesangsform Pansori gestoßen. Eine Lehrstunde von einem Schüler und einem Lehrer fand ich besonders faszinierend, weil der Schüler zusätzlich zu dem für Pansori typischen Krächzen, noch dezent schräg klang.

trndmusik: Wie ist die Nummer anschließend entstanden?

Mjonik: Mit diesem Pansori-Sample ging es los. Über Chopping und dem Basic Beat hab ich den ersten Groove gebastelt und mit weiteren perkussiven Elementen verfeinert. Zum Beispiel ist das Conga, das besonders am Ende nochmal deutlich zu hören ist, auf einer halbvollen Cola Dose eingespielt. Ich wollte unbedingt in einer Form eine Trommel analog einspielen, da die Trommel auch im Pansori eine tragende Rolle spielt. Die Lead-Melodie habe ich aus einem Layering aus Gitarre, Klavier und Synthis zusammmengebaut, weil ich Verschmelzungen aus analogen und synthetishen Klängen liebe, bei denen man immer neu interpretieren kann – ob der Sound nun organischen Ursprungs ist oder von Oszillatoren geschaffen wurde.

trndmusik: Aus welchem Grund haust Du den Track für umme raus?

Mjonik: da ich selbst schon sehr oft Nutznießer von Free Downloads war, wollte ich auch mal etwas zurückgeben.

trndmusik: Was steht in nächster Zeit bei Dir an?

Mjonik: Die Richtung ist auf jeden Fall 4-to-the-Floor-Musik. Ich möchte mich vor allem beim Produzieren stetig weiterentwickeln – mit Technik und Techniken. In nicht allzu ferner Zukunft möchte ich auf Labelsuche gehen und mittelfristig ein Album produzieren. Ausserdem würde ich nach Möglichkeit gerne häufiger Auflegen, um das Verhalten und die Reaktionen des Auditoriums auf die Musik zu analysieren und natürlich um Spaß zu haben. Nichts bewegt mich mehr als die Musik.

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