KUF: „Uns treibt die Motivation an, die Musiklandschaft zu verändern“


KUF

Ein Fender Rhodes, ein Kontrabass, ein heruntergekommenes Schlagzeug und ein 4-Track Kassettenrekorder – das ist das Setup zu KUFs neuestem Release. Komplett spontan und in einem Take aufgenommen, fängt diese raue Session die Magie des Moments ein. Drei angetrunkene Kumpels öffnen sich und jammen in einem „zen-artigen“ Zustand. Das Ergebnis ist eine pure und gleichzeitig rohe Mischung aus DeepElectro, HipHop und Drum’n’Bass, gehüllt in das warme Rauschen einer Kassette: „Tapesession A“. Wir sprachen mit dem Trio über den Track und wieso sie ihn als freien Download anbieten.

trndmusik: Wie habt Ihr Drei zueinandergefunden?

KUF: Tom und Valentin kennen sich aus einer gemeinsamen HipHop-Band, Hendrik und Valentin haben in Mannheim zusammen Jazz- und Popularmusik studiert. Wir haben alle schon in den unterschiedlichsten Konstellationen zusammen Musik gemacht und dabei festgestellt, dass wir auf die gleiche Musik stehen und ein elektroakustisches Projekt gründen wollen.

trndmusik: „Ein beeindruckendes Zusammenspiel von musikalischer Genauigkeit und pulsierender Freiheitsliebe“ – mit diesen Worten beschrieb der Mannheimer Morgen KUF. Wie seht Ihr Euch selbst? Was treibt Euch an?

KUF: Essentiell für unseren Live-Sound ist die absolute Bereitschaft zum Risiko und das blinde musikalische Verständnis, was durch unser langjähriges Zusammenspiel möglich ist. Wir lassen uns von Techno und DeepHouse inspirieren und schaffen dann unseren eigenen organischen Klangkörper, statt nur elektronische Musik auf analoge Instrumente zu übertragen. Wichtig ist uns die Freiheit der Improvisation, um immer wieder neue Klangwelten kreieren zu können. Uns treibt die Motivation an, die Musiklandschaft zu verändern, Höhrgewohnheiten unseres Publikum herauszufordern und handgemachte elektronische Musik in die Clubs und auf die Festivalbühnen zu bringen.

trndmusik: „Tapesession A“ heißt Euer neuer Track. Gibt es eine Hintergrundgeschichte zum Werk? Woher habt Ihr Euch für die Nummer die Inspiration geholt?
Und wie und wo ist er entstanden?

KUF: „Tapesession A“ ist der erste Teil einer von uns spontan auf Kassette aufgenommenen Session. Wir haben uns im Proberaum mit ein paar Mikros und einem 4-Spur-Tascam-Kassettenrekorder eingeschlossen und zweimal 45 Minuten komplett improvisierte Musik eingespielt. Wir alle stehen auf diesen warmen, analogen Klang der Kassette und wollten dieses Set der Welt nicht vorenthalten. Bald wird dann auch die B-Seite dieser Session zu hören sein!

trndmusik: Ihr bietet das Werk via trndmusik als freien Download an. Aus welchem Grund? Und was steht demnächst bei Euch an?

KUF: Wir wollen zunächst unsere Hörerschaft erweitern, um unsere nächsten Veröffentlichungen einem möglichst großen Publikum zeigen zu können. Bis Jahresende wird es jede Woche einen Track aus einem Live-Konzertmitschnitt aus der Filmwerkstatt Düsseldorf geben. Im April 2015 werden wir die „Story Of Spring“ EP releasen. Dazu wird vorab im Februar 2015 ein Musikvideo zur Single „Garden Of Waste“ erscheinen.

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