Alban Endlos präsentiert seine „Umda“ EP


umda

Mit heiter bis wolkig ist am 6. März 2015 ein neues Label an den Start gegangen: „Eine eher unkonventionelle erste EP von Alban Endlos aus Hamburg bestreitet dabei unsere erste Katalognummer.“ Der Sound Designer und Foley Artist stellte dabei drei Tracks zusammen. Die „Umda“ EP wird dabei von drei Remixen, die Powel, Jan Hertz und Dolph produziert wurden, abgerundet. Der Hamburger erzählt uns eine Woche nach der Veröffentlichung, wie die EP entstand und wieso sie ausgerechnet auf dem neugegründeten Imprint erschien.

trndmsk: Welche Idee steckt hinter Deiner „Umda“ EP?

Alban Endlos: Die Idee war zunächst, einen kleinen Vorgeschmack auf mein Debütalbum – „Goldene Welt“ – zu bringen, von dem auch die drei eigenen Stücke stammen. Durch die tollen Remixe hat sich das Ganze dann aber wie von selbst zu dieser schönen EP gefügt, die für mich auch als eigenständige Veröffentlichung absolut stimmig ist.

Die Inspiration für meine Musik kommt von vielen unterschiedlichen Seiten: über meine Arbeit als Foley Artist und Sound Designer, beim Musikhören (u. a. Jazz, Elektronik, Minimal Klassik), meine musikalischen Wurzeln in Weilheim, die Natur und mein Umfeld, und natürlich über meine beiden anderen Bands – Treibgut (House/Techno) und Coca Candy (Cumbia/Dub). Ich denke, so lässt sich dann auch die musikalische Mischung in meinen Tracks ganz gut erklären.

Wie und wo sind die drei Nummer produziert worden?

Ich wohne und arbeite in meinem eigenen Studio in einem kleinen Hinterhofbunker in Hamburg, wo ich beruflich für Kinofilme Geräusche aufnehme. Meine Musikinstrumente wie Tenor- und Sopransaxophone, analoge Synthesizer wie mein alter Korg MS-10 oder das Modularsystem, trashige 1970er-Jahre Heimorgeln, Gitarren, Drummachines und E-Pianos sind aber auch alle hier, weshalb logischerweise auch hier alles aufgenommen und produziert wurde. Dabei habe ich mir dann viel Zeit für die Details gelassen.

Wie kamst Du zu heiter bis wolkig?

Den Labelchef, Jan Hertz, kenne ich schon länger, da er ein alter Freund von einem Bandkollegen und quasi Treibgut-Fan der ersten Stunde ist. Als er mir dann eines Abends von der Gründung von heiter bis wolkig und dessen sehr freien, aber trotzdem geschmackssicheren Ausrichtung erzählte, war eigentlich schnell klar, dass wir da sehr gut zusammen passen würden. Die andere Hälfte vom Label ist Thomas von Pescatore, der mit seinen Fähigkeiten als Mastering-Engineer auch der „Umda“ EP den letzten Schliff verpasste.

Wie wurden die drei Remixer ausgesucht?

Die grandiosen Produktionen und Remixe von Powel und Dolph sind ja schon länger kein Geheimnis mehr. Powel habe ich dann bei einigen Auftritten mit meinem Live-Improvisations-Trio kennengelernt. Und mit Dolph verband mich gewissermaßen eine längere SoundCloud-Freundschaft, sodass es zur Zusammenarbeit kam, bevor wir uns überhaupt persönlich kennenlernten. Beiden habe ich jedenfalls mein Album geschickt, und lustigerweise haben sich beide sofort jeder zwei Tracks zum Remixen ausgesucht! Da ist also noch einiges im Kommen. Na ja, und dass mir der Style von Jan Hertz auch enorm zusagt, muss ich nicht nochmal betonen. Eigentlich hat die EP aber vier Remixer, denn was mein Hamburger Kollege Davi.in da als Musikvideo für „Umda“ rausgehauen hat, lässt sich auch treffend als ein Remix in Bildform beschreiben.

Tracklist:

01. Alban Endlos – Dubtrap
02. Alban Endlos feat. A. Lévar & Balthasar Beat – Umda
03. Alban Endlos – Emotion Blur
04. Alban Endlos feat. A. Lévar & Balthasar Beat – Umda (Powel Remix)
05. Alban Endlos feat. A. Lévar & Balthasar Beat – Umda (Jan Hertz Remix)
06. Alban Endlos – Emotion Blur (Dolph Remix)