Katermukke-Podcast von Marc DePulse


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Wer die Entwicklung des Leipziger DJs und Produzenten Marc DePulse über die Jahre verfolgt hat, der kommt um den Titel „Westbalkon“ nicht herum. 2012 – Aufbruch einer Ära, in der plötzlich deutsche Texte mit elektronischer Musik vermischt wurden und vorneweg dieser Spätsommer-Ohrwurm, der sicherlich auch noch in diesem Sommer bei unzähligen Open Airs gespielt wird.

Diskrepanzen eines Daseins. DePulse ist seit 15 Jahren in der Szene als DJ und Produzent aktiv, definiert seinen eigenen Sound als „Dirty Deep DePulse“. Wenn man dem Leipziger im Club zuhört, dann stellt man schnell fest, dass da wenig Platz für Kuschelmusik ist. Das Spektrum reicht von Minimal bis zu Tech-House und Techno. Doch wenn man nach „Marc DePulse“ im Web sucht, stößt man auf gefühlvolle Musik mit vielen Harmonien und deutschen Gesang. Anfang 2014 trennt sich das Projekt – aber nur namentlich. Aus Marc DePulse & Boe van Berg wird Westbalkonia.

Der Leipziger Produzent sagt selbst über diese Entwicklung: „Wer meine Musik über die Jahre verfolgt hat, weiss, dass ich immer sehr abwechslungsreich produziere, kein festes Genre habe. Wenn ich mir aber doch eine Sache vorwerfe, dann die, dass wir den Schritt zu Westbalkonia zu spät gemacht haben. Viele Leute kommen während eines Club-Gigs immer noch auf mich zu und fragen: „Kannst du nicht mal „Westbalkon“ oder „Eigenbedarf“ spielen?“ Natürlich sind das schöne Songs, ich liebe sie, aber sie passen leider überhaupt nicht mehr zu meinen DJ-Sets. Ich brenne nach wie vor für die Musik, die wir mit Westbalkonia machen – aber es war gut und wichtig, dass wir sie vom Namen her getrennt haben. So können wir in beiden Projekten ohne angezogener Handbremse arbeiten.“ Während Westbalkonia immer noch auf handgemachten Tech-Pop-Sound abzielt (Oliver Koletzki nannte es nach einem Gig der Jungs in Frankfurt letztens liebevoll „Schlager“) geht DePulse mit seinem pulstreibenden Alias wieder dahin zurück, woher er kommt.

Aus diesem Grund hat er für das Berliner Label Katermukke einen Podcast zur Verfügung gestellt. Dabei handelt es sich um drei Stunden seines Auftritts im KaterBlau. „Ganz ohne Schmusen“, so der Leipziger.

Tracklist:

01. Britta Arnold – Surimi Maki (Marc DePulse Remix)
02. Stefan Mint & Leman & Dieckmann – Mayan (Jonas Saalbach Remix)
03. D-Nox & Beckers – Straight on (Heinz Music)
04. Einmusik & Dirty Döring – Lucid (Sascha Cawa Remix)
05. Pentatones – Karma Game (Steve Bug Retouch)
06. Hermanez – Whatcha gonna do
07. MYNY – Who’s that (Aaaron Remix)
08. Noir & Symbol – Glass (Reset Robot Remix)
09. Him Self Her feat. Calder – Don’t fail me now (Dubspeeka Remix)
10. Gardens Of God – Gluk
11. Mr. Schug – When that was (Marc DePulse Remix)
12. Terranova – Tourette (David Mayer Remix)