trndmsk Future Stars #10: ANOUKA – amore amore


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Die norddeutsche Musikerin ANOUKA war schon mit zahlreichen Sets, die nachhaltig einen wundervollen Eindruck hinterließen, auf trndmsk vertreten. Nun ist es endlich an der Zeit, dass die Hamburgerin einen Mix für unsere Reihe Future Stars beisteuert. Ihre fast einstündige Geschichte, „amore amore“, ist mit Werken von Christopher Schwarzwalder, Nicolas Jaar, Jamie XX und von ihr selbst bespickt.

trndmsk: In welcher Atmosphäre ist der Podcast entstanden?

ANOUKA: Entstanden ist der Podcast daheim mit einer Stimmung wie im Film „Im Juli“.

Wie hast Du die Tracks ausgesucht? Hattest Du ein bestimmtes Konzept dafür im Kopf?

Du hattest mich gefragt, ob ich für euch einen Podcast aufnehmen würde. Da kam mir sofort in den Sinn, etwas Ruhiges machen zu wollen. Die meisten Lieder hatte ich schon, passten aber oft nicht in die Komposition der anderen Sets. Ich war verunsichert, ob sie eventuell zu ruhig für eine Party sein könnten. Der rote Faden ist bisher immer nur mein Bauchgefühl. Jedes Lied, das ich spiele, trifft meine Stimmung. Das bedeutet allerdings nicht, dass auch alles im Ganzen auf Anhieb zusammenpasst. Bei diesem Podcast konnte ich vieles nicht mixen, was mich zu Beginn sehr gestört hat. Ich brauchte ein wenig Zeit, mich davon frei zu machen und zu sagen: Ist doch Banane, dann mix ich halt nicht. Auch wenn ich bei einem Podcast nicht direkt vor einem Publikum stehe, bin ich trotzdem aufgeregt. Routine und Sicherheit sind noch auf dem Weg zu mir – hoffentlich (lacht).

Wie und wo wurde das Set aufgenommen?

In Liebe und zu Hause.

Woher holst Du Dir die Inspiration für Deine ganzen Sets? Hast Du Lieblingsplätze in Hamburg, um nach neuer Musik zu suchen?

Meine Inspiration ist ein Nomade. Die hat keinen festen Platz und ist überall anzutreffen. Manchmal schickt mir eine Freundin ein Lied, mal hör ich was bei Byte.fm oder ich stoße auf neue Veröffentlichungen von Künstlern, die ich gerne oder gerade frisch entdeckt habe. Ich denke, wenn man sensible Ohren hat, dann hört man auch immer was.

Du bist ausschließlich nur auf SoundCloud vertreten. Wieso meidest Du die Sozialen Netzwerke?

Vielleicht, weil die Menschen mich auch ohne Soziale Netzwerke verstehen. „Geh ich vielleicht ohne?“, habe ich mir erhofft. Die Sets geben schon viel von mir Preis oder ein Interview mit dir. Außerdem bin ich immer ein wenig überfordert, wenn es um meine eigene Person geht. Da ist ein übersichtlicher Rahmen hilfreicher für meinen Kopf. Ich verkaufe keine Limo, sondern lass an meinen Emotionen teilhaben – und meine Fans fühlen in dem kleinen Rahmen voll mit. Das ist großartig.

Dürfen wir uns bald über Musikveröffentlichungen von Dir freuen? Vielleicht bald etwas auf SOSO – dein Heimatlabel?

Ja. irgendwann nach dem Sommer kommt meine erste Veröffentlichung. Ich habe mich Ostern mit meinem guten Freund, Boris, in sein Studio verkrochen, um verschiedene Soundideen in einen Track zu bringen. Es gelang uns. Wir hatten das ewig vor, aber ich war ein Drückeberger. Das Schlimmste war, dass wir die Vocals selbst aufgenommen haben – also meine Stimme. Die Überwindung hat fast am längsten gedauert, obwohl es nur fünf Wörter waren und ich noch nicht mal richtig singen musste – total bescheuert. Ich bewundere Menschen, die einfach vor anderen singen können, ohne sich zu schämen. Dann habe ich zwei Lieblingsproduzenten gefragt, ob sie sich vorstellen könnten, einen Remix zu machen – und beide haben ja gesagt. Das hat mich so überrascht, dass ich es gar nicht richtig ausdrücken kann, wie sehr ich mich darüber freue.

Tracklist:

01. Ken Tavr – Ishome
02. Niconé feat. Limon – Knowen
03. Christopher Schwarzwalder & Iannis Ritter – High
04. Shlomo – Rained The Whole Time (Nicolas Jaar Remix)
05. Cayetano – Fairy Tales (Anouka Kick Edition)
06. Cayetano – The Secret (Anouka Kick Edition)
07. Rolling Stones – Heaven (Alister Johnson Yoga Edit)
08. Sid Le Rock aka Pan/Tone – Still Life
09. Lianne La Havas – Forget (Shlomo Remix)
10. Anouka – Frequent Traveler
11. Stereoteric – Dying Love
12. Jamie xx – Gosh

DOWNLOAD via The Artist Union
(MP3, 320 kBit/s, 1:03:14 Min., 145,3 MB)

  • i love this ANOUKA

  • echt super toll liebe grüße thorsten

  • ryan o

    anouka, you are amazing; i’ve heard all of your sets (those which i could find online), and, every time, i am stunned by your beautiful musical selection — emotionally provocative yet danceable. i wish i had more of you through social media, but your anonymity helps fuel my imagination, and through your music, i feel emotion both deep and mysterious. thank you, and please continue!