AKA AKA & Thalstroem: „“Connected“ ist uns so ans Herz gewachsen, dass es uns schwer fiel, die Rechte abzutreten“


Der Saarländer Johannes Bergheim und Holger Kampling aus Emden, besser bekannt unter dem Pseudonym AKA AKA, haben seit einigen Monaten an ihrem zweiten Longplayer gebastelt. Der Nachfolger des Albums “Varieté”, das sie gemeinsam mit Thalstroem 2011 auf ihrem Label Burlesque Musique rausbrachten, wird am 23. Oktober 2015 erscheinen und den Titel „Connected“ inne haben. Wir sprachen mit ihnen und Thalstroem über die Zusammenstellung – und wollten wissen, wer alles mitgewirkt hat.

akaaka

trndmsk: Mit „Take My Time“ habt Ihr einen Vorgeschmack zu Eurem kommenden Album veröffentlicht. Wann und wo ist das Werk mit Thalstroem und Nothern Lite entstanden?

AKA AKA: Nachdem wir uns mal auf einem Gig kennengelernt haben, war schnell klar, dass wir uns musikalisch schnell verstehen, und wir mal was zusammen aufnehmen wollten. Wir hatten dann bei der Albumproduktion zwei Nummern im Auge, die in unseren Ohren super zum Stil von den Jungs passen. Also haben wir die einfach rübergeschickt und was zurück kam, hat uns echt umgehauen. Die Kollaboration bei „Take My Time“ ist dann erst im Nachhinein eher nebenbei entstanden und ja auch etwas ruhiger. Auf dem Album knallt es doch ein wenig mehr bei den Tracks mit Northern Lite.

Kommen wir zu Eurem zweiten Album: Ist euer nächster Longplayer schon fertig?

Ja, bis auf eine Nummer mit Chasing Kurt sind alle Tracks fertig gemastert. Jetzt ist nur noch das Cover in Arbeit, das übrigens eine Handzeichnung wird. Dann müssen die 14 Tracks natürlich noch auf CD gepresst werden usw.

Wie lange habt Ihr dran gesessen und wie viel Stücke sind es geworden?

Die erste Nummer ist tatsächlich in ihrer Urform ca. drei Jahre alt. Andere Tracks sind erst in den letzten Monaten entstanden. Dann hatten wir ja letztes Jahr den Studioeinbruch, der uns arg zurückgeworfen hat, zum Glück gab es aber ein Backup von den Daten. Teilweise haben wir auch unterwegs im Zug dran gearbeitet oder zu Hause auf Kopfhörern. Alles in allem stecken auf jeden Fall einige hundert Stunden Arbeit drin.

In the studio with Thalstroem working on our 2nd album…

Posted by AKA AKA on Donnerstag, 20. November 2014

Welche Philosophie verfolgt ihr mit der Zusammenstellung? Hattet Ihr ein Konzept, das ihr realisieren wolltet?

Wir arbeiten eigentlich immer ohne Skript, wenn wir eine neue Nummer entwerfen. Meistens entsteht erstmal ein Groove, auf den die Melodien folgen. Da wir uns musikalisch nicht in eine Richtung festnageln wollen und uns es eher erfrischt, wenn man nach einer bestimmten Art von Nummer was ganz anderes macht, ist das Ganze doch recht vielfältig geworden. Da sind teilweise 50 BPM Unterschied zwischen zwei Nummern. Der Groove und die Harmonien bringen es wieder zusammen.

Sind neben Chasing Kurt und Northern Lite weitere Gastmusiker vertreten, die bei Tracks mitgewirkt haben?

Wir haben mit einigen Sängern und einem Gitarristen gearbeitet – mit von der Partie sind u.a. Northern Lite, Sola Plexus, Jim Hickey und umami. Da müssen wir sagen, dass die Arbeit mit allen wirklich Spaß gemacht hat. Danke dafür!

Das Album wird auf Eurem eigenen Label, Burlesque Musique, erscheinen. Aus welchem Grund auf keinem externen Label?

Wir haben schon mit dem Gedanken gespielt, aber im Endeffekt ist „Connected“ uns dann so ans Herz gewachsen, dass es uns wirklich schwer fiel, daran die Rechte abzutreten. So haben wir alles selber in der Hand und können entscheiden, was mit unserer Kreation geschieht.

Und gibt es schon ein exaktes Datum, wann das Album erschienen wird?

Ja, am 23. Oktober 2015.

Wie verbringt ihr bis zum Release die Zeit? Welche Open-Air-Termine stehen noch an?

Viel Touren, aber auch mal zwei Wochenenden komplett frei machen. Der Juli war schon krass mit zehn Festivalterminen, aber jetzt kommen ja noch ein paar tolle Open Airs wie SonneMondSterne oder Echelon und dann geht schon wieder die Clubsaison los. Besonders freuen wir uns da auf’s Westerunie in Amsterdam und The Electric Brixton in London!

Das Interview führte Benjamin Reibert.