Aparde setzt auf „Dialogue“ – und drei Remixer


dialogue

Ende August 2015 erblickte eine wunderschöne EP das Licht der Welt. Apardes zweites Release auf dem Berliner Label Keller kam am 22. August 2015. Drei Tracks, die von ebenfalls drei Remixen begleitet wird. Wir sprachen mit dem jungen Produzenten über seine Veröffentlichung „Dialogue“.

trndmsk: Aus welcher Idee heraus ist deine neueste EP entstanden?

Aparde: Wie bei allen meinen Veröffentlichungen gab es da kein konkretes Konzept. Ich beginne, zu produzieren, und oft ist es so, dass die Titel, die ich in einer bestimmten Phase fertigstelle, auch gut zusammen passen. Der Ausgangstitel dieser EP war der Titel-Track – „Dialogue -, der ein eigener Remix eines Solo-Piano Stückes ist, welches ich für meine Freundin zum Geburtstag aufgenommen habe. Anfangs war geplant, das Stück auch auf der EP zu veröffentlichen, aber ich habe Wert darauf gelegt, dass es noch einmal auf einem echten Klavier aufgenommen wird. Das ließ sich zu der Zeit nicht organisieren.

Bei dem Titel „Prologue“ ging es mir darum, mit einer Sängerin zusammen zu arbeiten. Ich habe Anne (Anekin) über alte Bekannte kennengelernt und dann hat es sich ergeben, dass wir zusammen etwas aufgenommen haben. Dabei war das Instrumentale schon so gut wie fertig.

Wie und wo sind die drei Werke produziert worden?

Alle Titel der EP waren bereits vor meiner letzten Veröffentlichung auf Stil vor Talent fertig. Produziert wurde bei mir Zuhause. Die Vocals von Anne habe ich mit einem Freund, Siamend vom The Ivory Project, in seinem Proberaum aufgenommen. Mit Siamend habe ich auch sämtliche Mixing-Arbeit gemacht.

Und wieso kam die EP bei Keller raus?

Bei den Leuten vom Keller bin ich ja bereits seit 2012 und hatte dort meine erste Veröffentlichung in Berlin. Seitdem zähle ich mich gerne als Mitglied, da ich mich bis jetzt immer mit ihrer Arbeit identifizieren konnte und die gesamte Gruppe herzlich und sympathisch ist. Zum Label gehört auch der Club Keller in Neukölln. Dort durfte ich meine ersten Live-Erfahrungen machen.

Drei Remixer wurden ausgesucht, um zwei Stücke neu zu interpretieren. Aus welchen Gründe die drei Acts?

Bei dem Titel „Dialogue“ hat sich Nicolas von Parra for Cuva angeboten, da er den Titel von Anfang an mochte. Wir haben mal zusammen auf einem Festival gespielt, und danach blieben wir in Kontakt. Wir wurden auch schon vor unserem Kennenlernen auf die Musik des Anderen aufmerksam, daher hätte ich mir keinen besseren Produzenten für diesen Titel wünschen können. Ich freue mich sehr, dass er dabei ist. Mononoid und Powel wurden vom Label angefragt, sie haben dort auch schon veröffentlicht. Somit wurde die EP perfekt abgerundet. Mononoid in die technoide und Powel in die mehr organische Richtung. Wirklich schön, dass alle Interesse hatten zu diesem Projekt beizutragen.

Und wie geht’s nach der Veröffentlichung nun weiter?

Eine aktuelle Demo ist bereits fertig, in Umlauf und hat wohl auch schon ein Zuhause gefunden. Ich hoffe, da im Laufe der nächsten Wochen konkreter zu werden. Ich komme zurzeit nicht sehr viel zum Arbeiten, aber bin zuversichtlich, dass sich das bald wieder reguliert. Das nächste Projekt wird ein Remix für Ryan Davis auf seinem Label: Klangwelt. Ansonsten bin ich gerade auf der Suche nach der ersten eigenen Wohnung, nachdem ich die letzten Jahre immer in einer Wohngemeinschaft gelebt habe.

Tracklist:

01. Aparde feat. Anne – Prologue
02. Aparde – Dialogue
03. Aparde – Epilogue
04. Aparde – Dialogue (Parra for Cuva Remix)
05. Aparde – Prologue (Powel Remix)
06. Aparde feat. Anne – Prologue (Mononoid Remix)