Das Niemandsland im Detail: Fabio Montana und seine neue „No Man’s Land“ EP


Incroyable Music lässt mal wieder von sich hören. Und was wir da hören, hört sich auch incroyable an. Denn das Label ist für seinen zeitgemäßen, club-tauglichen Sound bekannt, der gar nicht erst so tut, als wollte er etwas anderes als tanzbar sein. Diesen Spuren folgt auch Fabio Montana, der bereits an der „Dazed“ EP beteiligt war. Mit seiner neuen „No Man’s Land“ EP (Release: 11. September 2015) hat der Resident aus der Bonner Tante Rike eine virtuelle Platte produziert, die sich im virtuellen Plattenschrank des Labels nicht zu verstecken braucht. Wie gewohnt, ist das Werk mit interessanten Features bestückt, die dieses Mal von Tim Engelhardt, Danito & Athina und Several Definitions kommen.

nomansland

Der titelgebende Track „No Man’s Land“ nimmt uns an die Hand zu einem „wilden Tanz“ – so ist es zumindest dem Beschreibungstext zu entnehmen. Und in der Tat, Fabio Montana hat sich hier durchaus einen reichhaltigen und dynamischen Grund zum wilden Tanzen ausgedacht. Zwar ist die klangliche Verwandtschaft zu all den anderen Geschwistern des wie-auch-immer-zu-nennenden Genres nicht zu verkennen, doch „No Man’s Land“ setzt hier und da feine Akzente , die sich einfach schön anhören. Selbiges gilt übrigens auch für den Remix durch Several Definitions, der die epischen Weiten des Niemandsland noch deutlicher hervorhebt.

Als ebenso ausgefeilt erweist sich auch der der zweite Track der EP: „Get Away“. Hier hören wir, wie Fabio Montana zusammen mit Danito & Athina eine Sound-Ebene sorgsam über die andere stapelt bis sie schließlich den wohlverdienten Klimax erreichen. Auch der Remix von Tim Engelhardt akzentuiert „Get Away“ noch einmal anders und packt dessen Arrangement in eine komplexe Struktur mit sehr anhörlichen Details.

fabiomontana

Die incroyable Tradition wird mit der „No Man’s Land“ EP erfolgreich weitergegeben. Die EP erzeugt vor allem durch ihren Detailreichtum, wenn auch nicht durch ihre Innovationskraft. Fabio Montana und seine Freunde haben hiermit also ein Stück guter Musik produziert, das zwar keine bisher ungehörten Akzente setzt, aber definitiv solche, die schön anzuhören sind. Manchmal ist das doch alles, was wir hören wollen.

Tracklist:

01. Fabio Montana – No Man’s Land
02. Fabio Montana – No Man’s Land (Several Definitions Remix)
03. Fabio Montana, Danito & Athina – Get Away
04. Fabio Montana, Danito & Athina – Get Away (Tim Engelhardt Remix)

Ein Artikel von Vitus Bachhausen.