Ein authentischer Wiedererkennungswert – das zweite Album von Kalipo


wanderer

Dass Jakob Häglsperger ein vielbeschäftigter Mann ist, steht ausser Frage. Zum einen ist er Teil der Electro-Punk-Band Frittenbude, zum anderen ist er als Kalipo aktiv. Vor einem Monat überzeugte der Berliner mit seinem Set „Ein Feuerwerk der Delfine“. Im vergangenen Jahr veröffentlichte 2014 unter seinem Alias das Debütalbum „Yaruto“ auf dem experimentellen Label Antime Records „“Yaruto“ ist während eines ruhigen und familiären Lebensabschnittes entstanden. Als ich dann damit durch die Clubs reiste und es live spielte, war es mir an manchen Abenden etwas zu gelassen“, meint Häglsperger. Also fing er an, für spezielle Shows neue Tracks aufzunehmen. Treibender, körperlicher, wie er sagt. Der facettenreiche Produzent veröffentlicht nun im Januar 2016 seinen nächsten Longplayer: „Wanderer“. „Nach einer Zeit waren dann genug neue Tracks fertig, um wieder ein Album zu veröffentlicht. Da jeder Track einen Bezug zu einer speziellen Nacht oder zu einem gewissen Ort hat, war der Name dann sehr naheliegend.“

kalipo

„Wanderer“: Treibender und tanzbarer als der Vorgänger

Die acht Werke seien teilweise auf einer Wanderung entstanden, erklärt der Musiker. „Während langweiligen Zugfahrten, beim Warten an Flughäfen oder in einer Hütte im thailändischen Dschungel mit fast 40° Fieber.“ Sein zweites Album begibt sich in die tieferen Gefilde von Four to the Floor und arbeitet mit experimenteller Frische, unvertrauten Samples und analogen Sounds. Die Musik hat sich seit dem Debütalbum des Berliners verändert und ist dabei noch treibender und tanzbarer geworden. Die Tracks sind, wie schon erwähnt, meist auf Reisen produziert und erzählen jeweils eine eigene Geschichte, die man beim Hören der Tracks nachvollziehen kann. Der ständige Spannungsaufbau gibt seiner Musik einen authentischen Wiedererkennungswert, der deutlich Berlin-geprägt ist, aber Vorlagen umgeht. Die Zusammenstellung erscheint physisch, digital und auf CD am 22. Januar 2016 auf Audiolith. „Bei Audiolith bin ich seit 2008 zu Hause. Dort habe ich als Teil der Band Frittenbude schon vier Alben veröffentlicht und auch anderen Künstlern wie Ira Atari oder Fuck Art, Let’s Dance bei ihren Produktion geholfen.“ Die CD wird ausserdem vier Bonus B-Seiten der Yaruto-Session enthalten.

Tracklist:

01. Donau Sunrise
02. Crossing Wisła
03. Banana Garden
04. Lost in Vienna
05. Memories of Praha
06. Institute of Cottonwool
07. Guten Morgen Lärz
08. Berliner Gambit