Ein Camouflage-Song, den David Hasert nicht auf dem Schirm hatte


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„Das Ganze klingt kitschiger, als es ist, aber tatsächlich hat mir jemand Bekanntes etwas im Traum vorgesungen“, gesteht David Hasert und blickt dabei auf seinen neuesten Track, „Love Is A Shield“. Das Original-Stück der deutschen Synthie-Pop-Band Camouflage war eigentlich nie sein Lieblingsstücke aus den 1980er Jahren: „Ehrlich gesagt, hatte ich den Song gar nicht so auf dem Schirm wie anderen Lieblingslieder aus der Dekade, die ich in ziemlich regelmässigen Abständen immer wieder höre. Da ich aber ein ziemlich abergläubischer Mensch bin, habe ich das nicht weiter in Frage gestellt und mir gedacht: Ok, dann musst du das jetzt wohl machen.“

„Love Is A Shield“ wird verschenkt

Gesagt, getan: Das Cover entstand in seinem Studio in Köln, wo seine ganze Musik entsteht. „Bei dem Arpeggio hat mir mein Freund und Labelact Johannes Klingebiel geholfen. Nachdem ich seinen Song „Latewood“ gehört habe, musste ich Ihn direkt anrufen und habe Ihn solange bedrängt, bis er mir erklärt hat, wie er seinen Microbrute so programmiert hat, dass das Arpeggio so lebendig und frei herummoduliert, wie es das jetzt auch bei „Love Is A Shield“ tut.“ Da das Jahr 2015 bislang sehr nett zum Kölner war, will er einmal auch gerne etwas zurückgeben. Aus diesem Grund veröffentliche er das Cover via SoundCloud: „Ausserdem habe ich keine Lust, mich mit irgendwelchen Rechtsabteilungen von Labels rumzustreiten, in denen meist irgendwelche Typen mit Halbglatze sitzen, die denken, es wäre lässig mit Billabong-Flip-Flops ins Büro zu latschen und Bands zu vertreten, die sowieso keine Ahnung haben, wer da heute noch versucht, mit Ihrer Musik eine schnelle Mark zu machen.“