trndmsk Podcast #42 – Melokind


Podcast #42 - Melokind

Im Sommer 2013 begann Melokind mit den Arbeiten an seinem Album „Sinus“. „Man kann grob sagen, dass ich um die zwei Jahre an den elf Tracks rumgebastelt habe“, erzählt der Musikproduzent stolz, „aber ich habe mir auch die ein oder andere musikalische Auszeit gegönnt, um zum einen nicht den Spaß an der Sache zu verlieren und zum anderen konnte ich auch in diesen Auszeiten neue Kraft, Ideeen und Inspiration gewinnen, um das Konzept des Album letztendlich so umzusetzen, wie es auch der eigentliche Plan war.“ Die Kollektion erschien am 30. November 2015 auf Incroyable Music. Auf den Titel seines ersten Longplayers kam der Kölner ziemlich einfach: „Ich arbeite immer sehr gerne mit ganz einfachen Sinus-Wellen, welche auch den Großteil meiner Produktionen ausmachen. Gerade die helltönigen Bleeps und Appregios baue ich oft mit dieser Sinus-Welle, was sehr stark zu meinem Melokind-Style beiträgt.“

Das Experimentieren stand im Vordergrund

„Es war zunächst weniger eine Idee, sondern eher die Lust darauf, sich einmal frei austoben zu können und Abseits des Standart-Club-Sounds herum zu experimentieren“, antwortet Melokind auf die Frage, woher er die Inspiration für die elf Werke genommen hat. Die eigentliche Idee sei ihm erst nach dem ersten fertigen Track gekommen. „Und die Idee war, ein Album zu produzieren ohne viel Krimskrams, Hardware oder teure Plugins. So habe ich mich auf das Arbeiten mit dem Fieldrecorder konzentriert und mich in der DAW (Ableton) auf die mitgelieferten Effekte und Synthis beschränkt. Das heisst: Jeder mit einem Fieldrecorder hätte dieses Album, rein technisch gesehen, so produzieren können, ohne wirklich viel Geld in Hardware oder Plugins zu stecken.“

Cover_Melokind_Sinus

Eindrücke und Stimmungen dem Hörer vermitteln

Wichtig war ihm ebenso, Inspirationen aus verschiedenen Quellen zu schöpfen. Einmal war es der Alltag in der City oder auf dem Land, das andere Mal war es das Wetter und natürlich auch die eigene Gefühlslage in gewissen Momenten: „Der Track „Regnerisches Gefühlstrauma“ entstand an einem total dunklen, verregneten Tag, während ich auch gleichzeitig traurig war, weil meine Freundin für einen Monat auf Reise ging. So konnte ich all diese Eindrücke in das Lied legen, und es entstand ein Stück, welches ich mich wahrscheinlich mein ganzes Leben lang erinnern werde.“ So ging es ihm auch bei einigen weiteren Tracks auf dem Album. Und genau diese Eindrücke und Stimmungen versuchte er dem Hörer zu vermitteln. „Alle Tracks habe ich zu Hause in meinem kleinen bescheidenen Studio produziert“, verrät Melokind, dem eine persönliche und entspannte Zusammenarbeit mit dem Label wichtig war.

Passend zum Relase des Longplayers stellte der Kölner den 42. Podcast von trndmsk zusammen.

[wpdm_file id=212]
Alternativer Download-Link
(MP3, 320 kBit/s, 1:02:05 Min., 142,2 MB)

  • Basti Prozwerg

    Grade sound