Rich & Maroq veröffentlichen Remix-EP zu „Dreamer“


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Seit 2008 befinden sich Rich & Maroq auf Ihrer gemeinsamen musikalischen Reise: der methodische, zielstrebige Schotte Richard Elcox auf der einen, der gefühlvolle Peruaner Jorge Marroquin auf der anderen Seite. Ende letzten Jahres machte das Duo erstmals als Produzententeam von sich reden und veröffentlichte seine Debüt-EP – „Dreamer“. Jetzt legen die Gründer des Vergissmeinnicht-Kollektivs nach und laden präsentieren die Remixe zur Single. Mit an Bord: Ihre Freunde Soukie & Windish und Markus Kenel.

Soukie & Windish und Markus Kenel remixen

Die Version Kenels eröffnet mit einem dunklen Synthiepattern. Für seinen „Avalanche“-Remix tauschte er die komplette Rythmusgruppe aus und gab dem Song so ein kraftvolles, treibendes Gerüst an die Hand, wobei er synthieseitig einen Großteil der Originalsounds verwendet hat und vor allem durch das sein cleveres Arrangement eigene Akzente setzt. Auch der Remix von Soukie & Windish arbeitet Großteils mit den Originalelementen, wobei sie den Remix minimal gehalten und auf die wesentlichsten Elemente reduziert haben. Der Song beginnt mit einem rhythmischen Synthiepattern und rollendem Bass und baut sich in der Folge weiterhin auf, wobei weitere Synthies und eine holzige Snare das Soundbild ergänzen. Abgerundet wird die EP von einer Dub-Version und einem eigenen Remix von Rich & Maroq.

Die Remix-EP erscheint am 18. Februar 2016. Gemastert wurde die Kollektion von Katermukke-Mastermind Sascha Cawa in seinem Studio in Berlin. Für das handgezeichneten Teil des Artworks zeichnet sich der Künstler Jo Kraus verantwortlich.

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trndmsk: Welche Idee steckte dahinter, eure erste gemeinsame EP „Dreamer“ nochmal aufzugreifen und in einer eigenständigen Remix-EP zu veröffentlichen?

Maroq: Nach der schönen Resonanz auf unsere Debüt-EP fühlte es sich nach dem richtigen Schritt zum rechten Zeitpunkt an. Gerade „Avalanche“ konnte großen Anklang finden, und wir waren neugierig, wie andere Produzenten den Song interpretieren würden. Die Ergebnisse versprechen in der Regel recht spannend zu werden.

Rich: Der ursprüngliche Plan war es, die Remixe von Soukie & Windish und Markus Kenel einzeln zu releasen. Doch irgendwie konnten wir die Songs noch nicht ganz loslassen. Wir hatten Ideen für alternative Versionen auf der Festplatte, und als der Releasetermin näher rückte, entschieden wir uns dazu, die Songs auf einer EP zu bündeln.

Für die Remixproduktion habt ihr euch auch selbst wieder ins Studio begeben. Wie seid ihr an eure eigenen Tracks gegangen, um daraus etwas neues und nochmals eigenes zu entwickeln?

Rich: Durch die bewusste Einschränkung, das vorhandene Material zu nutzen, ist die Grundidee beim Remixen schon vorhanden. Also machen wir uns Gedanken, wie wir die vorhandenen Sounds neu erfinden können. Im Fall unserer eigenen Remixe wussten wir ziemlich schnell, in welche Richtung es gehen sollte. Für „Dreamer“ wollten wir eine entspannte, groovige Laid-Back-Version entwickeln.

Maroq: Der andere Song, „Timorous“, ist im Original sehr vollgepackt mit Sounds. Hier war unsere Motivation, eine reduziertere Version im Sinne eines Dub-Edits zu kreieren. Die eigenen Songs nochmal aufzugreifen, war eine tolle Erfahrung. Du entdeckst Sounds, die vorher deiner Aufmerksamkeit entgangen sind und setzt sie in einen neuen Kontext. Das macht wirklich Spaß!

Neben euren eigenen Remixen finden sich auch Remixproduktionen von Soukie & Windish sowie dem Schweizer Markus Kenel. Wie kam es zu der Wahl?

Rich: Wir wollten in jedem Fall mit Künstlern arbeiten, die wir schon kennen, anstatt die Songs fremde Hände zu geben. Wir kennen die Jungs schon seit einer halben Ewigkeit und mögen Ihren Sound sehr. Es ist ein schöner Gedanke für uns, dass bei der Kreation der Remixes auch eine persönliche Komponente mit einfließt.

Maroq: Die drei haben die Anfangstage von Rich & Maroq quasi hautnah miterlebt. Es war eine Herzensangelegenheit und damit eine Frage der Zeit für uns, bis es zu einer Zusammenarbeit kommt. Wir sind glücklich, die Jungs mit an Board zu haben!

Inwiefern hat euch euer Kollektiv Vergissmeinnicht oder Clubs, in denen ihr spielt, bei der Studioarbeit beeinflusst?

Maroq: Das Kollektiv spielt generell eine wichtige Rolle im Entstehungsprozess unserer Musik. In der Regel tauschen wir die Musik unter unseren DJs aus und lassen Raum für Verbesserungsvorschläge und Kritik, bevor die Songs das Haus verlassen.

Rich: Was die Clubs angeht, so spreche ich für uns beide, wenn ich sage, dass es keine größere Inspirationsquelle gibt, als eine Nacht zu tanzen und Tracks zu spielen. Wir halten unsere Augen und Ohren offen für neue Erfahrungen, und das alles wird schließlich in kreative Energie verwandelt!

Für welche Momente sind die Tracks auf der Remix-EP eurer Meinung nach am Besten geeignet?

Rich: Die beiden Remixe zu „Avalanche“ sind mit Sicherheit Peaktime-Raketen. Den Dub-Edit würden wir recht früh – vielleicht so gegen 1:00 bis 2:00 Uhr – spielen.

Maroq: Der „Dreamer“-Remix ist ein Song für den sonnigen Sonntagnachmittag. Das perfekte Lied für das Ende eines schön relaxten Sets am Strand.

Tracklist:

01. Timorous (Rich & Maroq Dub Version)
02. Avalanche (Markus Kenel Remix)
03. Avalanche (Soukie & Windish Remix)
04. Dreamer (Rich & Maroq Remix)