Ein Longplayer mit in zwei Bedeutungen – „Loom“ von Soukie & Windish ist raus


soukiewindish

„Von Anfang bis zum Ende hat der ganze Prozess ein Jahr gedauert“, antwortet das Duo Soukie & Windish auf die Frage, wie lange die beiden Produzenten an ihrem neuen Album „Loom“ gesessen haben. „Angefangen mit den Skizzen in Melbourne, ausgearbeitet haben wir dann die Tracks in unserem Studio in der Wilden Renate, und den finalen Mixdown in den Riversides Studios von Tobi Neumann bekommen. Dann noch das Mastering und jetzt zum Schluss den Videodreh von „Head up my Dear“.“

Ein Longplayer, zwei Bedeutungen

Die Kollektion mit neun Tracks ist für die Musiker in zwei Bedeutungen unterteilt: „Das Verb „Loom“ beschreibt die Stimmung des Albums: ein sich undeutlich in der Ferne abzeichnender Lichtschimmer. Das Album hat für uns etwas Geisterhaftes und Mystisches. Die zweite Bedeutung von „Loom“ ist „der Webstuhl“ und steht als Metapher für unseren Arbeitsethos, wir sind sehr fleißig und gehen ja irgendwie einer sehr repetitiven absurden Tätigkeit nach. Gleichzeitig ist der Audio Software Sequenzer mit seinen vielen bunten Spuren wie ein Webstuhl 2.0.“ Man würde die Soundfäden zu einem Stoff zusammen spinnen und die einzelnen Tracks ergäben dann wieder zusammengeführt das fertige Album, so das Produzenten-Gespann. Eine zunächst abstraktes Soundwirrwarr aus zwei Köpfen manifestiert sich so zu einem Werk. „Irgendwie immer wieder flashig“, wie das Duo selbst anmerkt.

loom

Die Inspiration für die neun Stücke entstanden in ihrem Arbeitsprozess: „Wir erarbeiten viele Ideen, und es ist meistens ziemlich schnell klar, dass eine Skizze, die etwas anders oder speziell ist, für das nächste Album reserviert wird.“ Sie hätten auch schon wieder neue Ansätze, aber erstmal veröffentlichen sie jetzt viele Remixe und wollen ein paar EPs für den Dancefloor produzieren.

Longplayer erscheint auf dem eigenen Imprint – URSL

Dass der Longplayer im Mai 2016 auf ihrem eigenen Label, URSL, erscheint, war am Anfang nicht unbedingt sicher: „Wir haben es zu einigen anderen Labels geschickt, weil wir es auch gut gefunden hätten, wenn jemand anderes es so gut findet und es gerne herausbringen möchte. Allerdings ist es natürlich sehr schwer, direkt mit einem Album anzuklopfen, wenn man vorher bei dem Label noch nichts veröffentlicht hat.“ Das Gute, wenn man das Album selber rausbringt, sei, dass man den ganzen Entstehungsprozess begleiten würde, verdeutlichen die Künstler: „Das war uns wichtig und macht auch sehr viel Spass.“

Tracklist:

01. Fitzroy
02. Jaglion
03. St.Tropitz
04. Cable Gardens
05. Head up my Dear
06. J.M.Zukunft
07. Blockchain
08. Book of Disquiet
09. Dexter’s Vertigo