Verkauf von Musik wieder in den Fokus rücken – Beatport kehrt zu seinem Kerngeschäft zurück


Streaming, Nachrichten, Mobile-App, Events und Video-Livestreaming – das alles soll bald Geschichte bei Beatport sein. Der Online-Musicstore will sich konsolidieren und plant, zum Kerngeschäft zurückzukehren. Der Fokus soll wieder auf den Verkauf von Musik gelenkt werden.

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In den letzten Jahren eignete sich Beatport immer neue Geschäftsfelder an. SFX Entertainment, der inzwischen insolvente Dance-Veranstalter, stellt einige fragwürdige Services ein: So gehörten bald Nachrichten, ein Streamingportal, eine App, Events und ebenso Livestreams zum Service von Beatport. Damit soll nun am 13. Mai 2016 Schluss sein. Das Unternehmen will sich wieder auf das konzentrieren, wofür das Portal bekannt geworden ist: das Verkaufen von Tracks. Das gab Beatport heute bekannt, nachdem vor einigen Tagen berichtet wurde, dass die Versteigerung des bisher immer noch zu SFX Entertainment zugehörigen Unternehmen zurückgezogen wurde.

Die Vision von einer breiten digitalen Plattform für DJs

„Als Beatport vor drei Jahren akquiriert wurde, war es ein Teil der Vision, eine breite digitale Plattform für DJs anzubieten. Auch um Fans der elektronischen Musik zu gewinnen, wo immer diese auch sein mögen. Der originale Beatport-Store und die Marke Beatport wurden zum Fundament dieser Vision. Zu dieser fügten wir auch noch einen Streamingservice, eine mobile App, eine Livestreamplattform und auch ein News- und Medienportal“, heisst es in der offiziellen Meldung. „Wir lernten während des Prozesses, dass wir in dieser Anstrengung auch den eigentlichen Fokus verloren haben: Den bestmöglichen Service und Möglichkeiten zu unseren loyalsten Kunden zu bieten – der DJ-Community. Aus diesem Grund haben wir uns dazu entschlossen, in das zu investieren, was am wichtigsten für unser Business ist.“ Die Funktionen sollen am Freitag abgeschaltet werden. Gleichzeitig lässt das Unternehmen wissen, dass Beatport weiterhin zum Verkauf steht. Eine Auktion, wie sie vor einigen Wochen geplant war, soll es aber nicht geben.

Das Berlin Mitte Institut hat zu den Vorkommnissen eine eigene Meinung und begründet, wieso Beatport bald Dicht machen sollte: „Von mir aus kann Beatport endlich zumachen“.