Samstagmorgen auf dem Garbicz Festival – der Mitschnitt von Soukie & Windish


soukiewindish

Das Duo Soukie & Windish ist nicht nur in Sachen Produktionen aktiv, es ist auch Teil des Teams vom Garbicz Festivals. „Fritz macht die Produktionsleitung und das Booking im Team und Nayan ist als Floormanager im Einsatz“, so die beiden Musiker, die auch selbst bei der diesjährigen Ausgabe spielten. „Wir haben einen Samstagmorgen-Slot gespielt, schön vor einer Pause auf dem Wald-Floor, so dass man das Set ganz schön zu Ende bringen kann, ohne darauf zu achten, was danach kommt und wie man jetzt die Stimmung übergibt.“ Wichtig ist ihnen, dass die Gastgeber des Festivals Bühnen eröffnen und schließen und man seinen Gästen die Prime-Time überlässt: „Das macht gutes Booking aus. Das schlimmste sind Promoter, die einen buchen, um den Laden voll zu machen und man für die dann das Warm-Up spielen darf.“

Eine Nummer, die jeden Floor wegrockt

„Wir arbeiten meistens so quartalsweise wie in einem guten DJ-Unternehmen“, erklären die beiden Künstler. Beide sammeln eigenständig neue Track und spielen sie sich gegenseitig vor: „Wir machen dann No-Go-Listen und schauen, welche Tracks wie passen und dann hat man eine schöne Grundlinie, an der man sich entlanghangelt und die man von Gig zu Gig immer mit neuem eigenen Zeug aus dem Studio, vom Label und aktuellen Promos würzt.“ Die Nummer „Classroom“ von Traumer rocke einfach jeden Floor weg. „Und wir spielen natürlich gerade unsere neue EP – „Mountain“ auf Upon.You Records – viel, die kurz nach dem Festival herausgekommen ist.“ Ausserdem haben sie noch ein Werk, dass sie zurzeit gerne spielen: „5000 Moments“ von Julia Govor. Diese und viele weitere Tracks haben es in ihr Garbicz-Set geschafft, das nun via trndmsk erscheint.

Gegen die hässliche Fratze der internationalen Kommerzialisierung der Feierkultur

Das Garbicz Festival selbst sei für sie eine andere Welt, „wie früher im Sommer das Ferienzeltlager, weg von den Eltern im Abenteuer mit Freunden“, wie sie betonen. Der Ort und was er mit den Menschen mache, sei das Besondere: „Es ist ein Kraftort, wo schon die Kelten gesiedelt haben. Es kommen Menschen aus aller Welt zu uns zu Besuch und alle verlassen das Gelände mit einer besonderen Energie.“ Sie hoffen, dass sich dies auch positiv auf die weltweite Entwicklung von Boutique Festival auswirkt und Veranstalter aus z. B. Australien oder Argentinien den Garbicz-Vibe mitnehmen und an ihre Leute weitergeben. „Wir sehen unseren Beitrag mit dem Garbicz Festival als klares Statement gegen die hässliche Fratze der internationalen Kommerzialisierung unserer Feierkultur – wie das Tomorrowland. Das heisst aber nicht, dass kein Geld fließt, aber das geht eben an viele Crews und Projekte. Da haben wir alle viel der Mutter Fusion zu verdanken und geben dies nun weiter an unsere Gäste.“

PS: Die restlichen Mitschnitte der diesjährigen Ausgabe des Garbicz Festivals haben wir in einer Playlist zusammengesucht.