Auf zu neuen Dächern mit Rolandson – ein Set für den Klunkerkranich


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Wann und in welchem Umfeld ein neues Set entsteht, beginnt bei Rolandson immer gleich nach der Absprache zu Thema und Termin: „Da verschaffe ich mir einen Überblick, versuche ein Gefühl für das Thema und den Podcast zu entwickeln. Im Kopf klackern dann die bunten Murmeln, und ich suche erstmal grob Tracks zusammen – eh ich die finale Tracklist zusammen habe, kann das schon ein paar Tage und Wochen dauern.“ Der Gründer von Seasidetrip nimmt sich die Zeit und bekommt die Anfragen meist früh rein. „So auch für diesen Mix, da habe ich in den letzten zwei Wochen das Setting viermal umgestellt und Tracks rein wieder raus genommen“, verrät der DJ über sein Mixtape für den Berliner Club Klunkerkranich. Die Aufnahme selbst habe er bei sich zu Hause gemacht: Plattenspieler, Mixer und los. „Ich spiele jeden Mix live mit Vinyl (soweit vorhanden) in Kombination mit Timecode von Serato ein, und von daher ist jede Aufnahme unique.“

So passierte, was passieren musste

Leidenschaft spielt für Rolandson eine große und wichtige Rolle: „Als ich für den Mix angefragt worden bin, da war für mich sofort klar: ich mache das auf jeden Fall. Denn es ist ja so: Seit ich im Klunkerkranich auflege, was jetzt gut ein Jahr ist, fühle ich mich dort einfach wohl.“ Das Ambiente, die Crew, die Freundlichkeit und vor allem das Vertrauen, was ihm von Anbeginn entgegen gebracht worden sei, würden miteinander harmonieren. „All das in seiner Summe führte dazu, dass ich sofort ja gesagt habe“, meint Rolandson, „oder sagen wir es so: Es ist für mich auch eine schöne Art, etwas zurück zu geben, danke zu sagen und den Klunkerkranich in seinem Vorhaben zu unterstützen.“ Und wie kam er eigentlich zum Klunkerkranich? Vor genau einem Jahr spielte er bei der Rebellion der Träumer im Mensch Meier in Berlin und im Monat davor hatte er einen Mix für Klangextase eingespielt: „Zum einen haben genau den Mix Fillip und Robin vom Klunkerkranich gehört und für gut befunden und zum anderen waren sie auch bei der Rebellion. Tja, unverhofft passiert oft und so passierte, was passieren musste: Wir trafen uns dort das erste Mal und hatten eine mega gute Nacht zusammen.“ So kam es, dass Rolandson kurz darauf bei Zeitschleifen im Klunkerkranich spielte: „Tjoar, und dann ging das Knall auf Fall, man könnte auch sagen: Es hat gefunkt, und ich bekam die Möglichkeit, mit meiner eigenen Veranstaltung, den Waterkant Schwoof, dort einmal im Monat gastieren zu können.“

„Bis es schlussendlich rund ist“

Für die Trackauswahl hat er kein Schema F: „Ausgesucht habe ich die Tracks, wie so oft und eigentlich immer, anhand meines Gefühls.“ Er habe noch seinem aktuellen Wunsch, drei bestimmte Tracks zu verwenden, nachgegeben und sich durch seine Zeit und seine monatlichen Sets im Kranich beeinflussen lassen: „Und dann habe ich die Liste gesehen, und es hätte locker ein sechsstündiger Mix werden können. Der Rest ist dann einfach das Ausprobieren und das Spielen, bis es schlussendlich rund ist.“ Dass er einen absoluten Lieblingstrack in einem seiner Sets hat, ist selten der Fall: „Jedoch gibt es den hier diesmal wirklich. Seitdem ich ihn das erste Mal gehört habe und ihn von Iorie bekommen habe, wollte ich ihn spielen und spielen und spielen. So habe ihn dann am 28. April im Acidbogen das erste Mal gespielt, dann den Sonntag drauf im Klunkerkranich und somit war klar, er kommt auch in den Mix rein.“ Neben dem genannten und noch unveröffentlichten Track von Iorie hat ihm vor allem noch der Astrotrip-Remix von den beiden Seasidetrip-Jungs Landhouse & Raddantze, den sie für Alaix Pulses Nummer „Carried by the Wind“ kreiert haben, angetan: „Und dann der Track „Manzil“ von Kraut, der bei Metanoia veröffentlicht wurde, und zu guter letzt „Dose Specific“ von ælke, der bei øst erschien.“