Im Hier und Jetzt – Rey & Kjavik veröffentlicht sein Debütalbum „Rkadash“


** Wir verlosen zwei Vinylexemplare des Albums **

rkadash

Mit seinem Debütalbum schlägt Rey & Kjavik ein zweites, neues Kapitel in seinem musikalischen Schaffen auf. Eine äußere Motivation gab es für diesen Bruch nicht. Wie kam es also zu diesem neuen Impuls? Durch das Reisen. Die Reisen an Orte wie Istanbul, New York und San Francisco, aber auch in Länder wie die Ukraine oder Georgien, veränderten seine Perspektive auf das eigene Leben und lehrten ihm eine neue Bescheidenheit. „Rkadash“ repräsentiert Rey & Kjaviks aktuellen Sound: die neuen Stücke sind langsamer und emotionaler; gleichzeitig arbeiten sie mit musikalischen Einflüssen aus der ganzen Welt und vermischen sich mit Rey & Kjaviks Klangwelt. Die Kollektion ist seit dem 7. Juli 2017 über Katermukke als Vinyl, CD und in digitaler Version erhältlich.

trndmsk: Wie lange hast Du an dem Album gesessen?

Rey & Kjavik: Das kann man so genau gar nicht sagen, teilweise stammen Skizzen wie „Playa Sunset“ aus 2015, welche direkt nach meinem ersten Gig auf dem Burning Man entstand. Der Grossteil der Layouts wurde seit dem geschaffen, und das Album im Juli 2016 finalisiert. Die beiden letzten Tunes, der Feinschliff sozusagen, waren „Baba City“ in der Rkadash-Album-Version sowie „Saraswati“.

Wie bist Du auf den Titel des Longplayers? Hat er eine tiefere Bedeutung?

Der Titel „Rkadash“ sollte ursprünglich mal ein Pseudonym werden, als ich ungefähr auf Halbzeit war, was die Produktionen der gesammelten Skizzen des heutigen Albums anging. Bis ich selbst irgendwann verstand, dass das Pseudonym gar keins ist sondern ich im Hier und Jetzt. Somit wurde das Pseudonym dann das Album. „Rkadash“ steht für das türkische Wort arkadaş und bedeutet übersetzt Freund. Am Anfang sollte die Anspielung auf die Initialen von Rey & Kjavik sein. Die Idee ist damals in San Francisco entstanden und final in Istanbul greift. Das Reisen zu meinen Gigs und verlängerte Aufenthalte dort haben mich und die Musik, über die wir heute sprechen, sehr geprägt.

Woher kam die Idee zum Longplayer? Wo hast Du Dir die Inspiration für die Stücke geholt?

Wie oben beschrieben, war das ein Prozess, den ich selbst erstmal mental und emotional durchlaufen musste, bis ich verstand, wieso ich einen Sound, für den ich Bekanntheit erlangte, ändere, um wieder ich im Hier und Jetzt zu sein. Es gab also nie die Überlegung, ein Album zu machen – vielmehr war es am Ende das Ergebnis aus dem Studio, was unbedingt als Gesamtwerk gesehen werden musste, um den Hörer auch bewusst auf die Reise mitzunehmen, die ich durchlaufen habe. Wer mich kennt, weiß, dass ganz viel Personalität in meiner Arbeit als Künstler steckt und die Inspiration aus dem täglichen Leben kommt. Somit waren es gerade die Reisen zu und um meine Gigs an Orte wie beispielsweise Istanbul, Tiflis, San Francisco, New York, Bogota, Thailand oder Singapur – fernab des gewohnten Daily-Hustle, der Familie, Freunden und dem gewohnten Umfeld. Situationen auf Reisen, wo du wieder verstehst, wie tiefgründig unser Leben sein kann, wie unterschiedlich und divers Probleme und Emotionen getragen werden können, und vor allem wie bewusst man darüber nachdenkt, wenn das tägliche Hamsterrad verlassen werden kann, in dem man täglich steckt. Ich denke gerade auch deshalb waren es Orte wie das Burning Man-Festival in Nevada, fernab von Zivilisation, Internet, mobilem Netz und Terminstress, die mir neue Wege aufzeigten.

Wie und wo sind die Tracks entstanden?

Die Skizzen und Ideen überall um den Globus verteilt und die finale Produktion dann im Studio in Frankfurt.

Wie kam es zu den beiden Kollaborationen?

Ganz unspektakulär: Ich habe großen Respekt vor den Arbeiten der Beiden und fragte im Netz über die Möglichkeit der Zusammenarbeit. Ich bin sehr glücklich, dass beide einwilligten und ich sie mit auf dem Album habe.

Wie war das bisherige Feedback zum Longplayer?

Das Feedback war bislang sehr ermutigend. Dass ich für mich auf dem richtigen Weg war, hatte ich emotional an einem gewissen Punkt im letzten Jahr schon verstanden. Das ich vermutlich Respekt für die Arbeiten erhalten werde, spätestens im August 2016 als ich die Bookingzusage des Robot Heart-Bus bekam (dem vermeintlich angesehnsten aller Burning Man Sound-Camps), die lediglich den Großteil des heutigen Albums „Rkadash“ als Grundlage für ihre Entscheidung kannten.

Wieso das Release auf Katermukke? Was war entscheidend?

Ich denke, Katermukke war und ist der logischste aller Schritte. Sie haben die meisten meiner EPs veröffentlicht und Velten (Dirty Doering) hat bislang auch nie etwas dieser Arbeiten abgelehnt, so auch nicht das Debütalbum. Für dieses nicht selbstverständliche Vertrauen auch an dieser Stelle noch einmal: danke!

Wie geht es nach der Veröffentlichung weiter? Was sind Deine nächsten Pläne?

Man könnte das schlicht wie im Fußball-Jargon üblich mit: „Nach dem Spiel ist vor dem Spiel“ beantworten, aber das wäre nicht ganz korrekt. Ich bin nicht unbedingt der Langzeitplaner, vor fünf Jahren hätte ich nicht einen Gedanken daran verschwendet, dass wir hier heute reden würden, und ich mache, was ich mache. Doch tun wir es, und es fühlt sich richtig und gut an. Ich weiß also nicht, was die Zukunft bringt, aber ich freue mich auf jeden Fall drauf.

Tracklist:

01. Intro feat. Istvan Sky
02. Ulima
03. Saraswati
04. Baba City (Rkadash Album Version)
05. Vimalaa
06. Rkadash
07. Escape
08. Playa Sunset
09. Akya
10. Hare Sharanam feat. Amu Ahava

Wir verlosen zwei Vinylexemplare des Longplayers! Was müsst ihr tun? Entweder schreibt ihr einen Kommentar mit eurer Emailadresse oder ihr schickt einfach eine Email mit eurem kompletten Namen und dem Betreff ( Rkadash ) an win@trndmusik.de!