„Die schönsten Übergänge sind die, die man nicht merkt“ – HOVER und sein Mitschnitt vom Feel Festival


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„Das Feel Festival hatte mich eigentlich im Winter regulär gebucht“, erklärt der Musiker HOVER, „als dann aber klar wurde, dass meine Crew Sheepless einen eigenen Floor bekommt, stand auch fest, wo ich mein Set spielen werde.“ Vor den meisten seiner Gigs stellt sich der DJ und Produzent eine Tracklist zusammen, da er ungern Tracks zu oft spielt: „Sie verlieren dann einfach an Zauber. Diese Tracklists sind jedoch doppelt so lang, wie meine Playtime es zulässt und werden auch nie so richtig eingehalten. Hier auch nicht.“ Das einzige Stück, das wirklich feststand, war der Opener. „Es ist ein Track meiner bald erscheinenden ersten EP“, verrät der Berliner. „Wie man hoffentlich hört, sind mir die Tonarten beim Auflegen extrem wichtig, weshalb ich gerne in Quinten- und Quartensprüngen oder Paralleltonarten den nächsten Track auswähle. Die schönsten Übergänge sind die, die man nicht merkt.“

Nach und nach härter

Die Stimmung beim Festival sei unglaublich gewesen. „Mein Bruder war da, meine besten Freunde waren da – und meine Berliner Sheepless-Familie. Die Sonne ging so langsam auf, es gab eine sehr große Flasche Berliner Luft, alle waren irgendwie gut drauf und keiner stand herum.“ Es sei weniger Afterhour und mehr Maintime gewesen: „Deshalb hatte ich den Plan, ein chilliges Deep-House-Set zu spielen, auch schnell über den Haufen geworfen und wurde nach und nach „härter“.“ Die Nummer „Strings of Life“ von Soul Central in der Bearbeitung von Danny Krivit sticht für ihn besonders raus. „Der ist ein Intermezzo, eine Nuance des Disco, den ich ja auch liebe, zwischen zwei Farben des Sets.“ Sehr gerne spielt er zurzeit etwas schnelleren Stuff – wie „Renegade Master“ von Wildchild im Remix von Craig Knight: „Ein klassischer Banger mit einer frischen Bassline, die unter die Haut geht. Am besten auf 130 BPM lassen.“ Aber auch „Move On Up“ im Mix von Lisa Marie („Disco Vibes mit einer Melodie die Ohrwurmpotenzial hat“) und der Remix von Luca Donzelli und Mar-T zu „No Reason“ („der ist tatsächlich auch im Feel-Set, fällt mir gerade ein. Fuck, diese Bassline! Zucker!“) spielt er gerne.

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Tracklist:

01. HOVER – / (unreleased)
02. Tomas Høffding, Terranova – Paris Is For Lovers (My Love) (Club Version)
03. Kölsch – Two Birds
04. Kölsch – Unterwegs
05. Spencer Parker – The Beginning (Michel Cleis Remix)
06. Spandau Ballet – True (Oscar Ozz Edit)
07. The Shapeshifters – It’s You (feat. River) [Purple Disco Machine Remix]
08. Audio Junkies – Arpeggio
09. FTC – Noom
10. Dennis Ferrer – Sinfonia Della Notte
11. Enrico Sangiuliano – Moon Rocks
12. Eelke Kleijn – Universal Soul
13. Robosonic – Free Flow (Club Dub)
14. Soul Central – Strings Of Lie (Danny Krivit Re-Edit)
15. Juliet Sikore, Return of the Jaded – Did You Take My Money
16. Catz ’n Dogz feat. Shaun J. Wright – Afterglow (Sebo K’s No Fear Dub)
17. DJ Anna – Keep Going
18. KlangKuenstler – Jazzy Jam
19. Bodhi – Outlook
20. Jack Ward – Yoghurt
21. Sonny Fodera, James Puentes – No Reason (Luca Donzelli And Mar-T Remix)
22. Kollektiv Turmstrasse – On The Streets (Federleicht/Kollektiv Turmstrasse’s Let Freedom Ring Remix)
23. Rob Cockerton – Moozik
24. Cajmere feat. Dajae – Brighter Days (Underground Mix ’93)
25. under_score – I Say
26. Dos Palos – Tear It Down