Nation of Gondwana 2017 – Dieses atembereaubende Set von der unbekannten Arilu habt ihr verpasst


arilu

Da war sie nun: die erste richtige Booking-Anfrage für Arilu. Und die kam prompt von der Nation of Gondwana! „Ich wusste vor ein paar Monaten noch nicht mal, was die Nation of Gondwana überhaupt ist, und geschweige denn hatte ich jemals ein Set vor Leuten gespielt“, gibt die junge Musikerin unverhohlen zu. Die Aufregung war dementsprechend riesig. „Als dann alles fest war, habe ich mich auch schon an das Set gesetzt.“ Gerade beim ersten Mal wollte sie es sich nicht unnötig kompliziert machen und vorbereitet sein, denn normalerweise spielt Arilu mit drei bis vier Decks und sitzt Stunden hinter dem Schreibtisch, bis sie ein Set als perfekt ansieht: „Die Tracks, die ich in meinem Set genutzt habe, sind alle ein Teil meiner Musikschatzkiste. Mit jedem Track verbinde ich einen Moment in den letzten zwei Jahren. Ich liebe es, viele Tracks – besonders unbekanntere – zu einem neuen Ganzen zu verwandeln“, so die Produzentin, die vor zwei Jahren von Bonn nach Berlin übersiedelte. „Der Schwerpunkt liegt für mich dabei besonders auf kulturelle, melodische und inhaltliche Vielfältigkeit sowie dem slowen-smoothigen Sound, der sich aber auch in etwas „schnelleres“ entwickeln kann. Ich möchte mit meinen Sets nicht nur eine Geschichte erzählen, sondern tief in den Menschen etwas wecken, was sie in dem Moment vielleicht noch gar nicht bewusst wahrnehmen oder greifen können.“

„Ich musste mir Kopfhörer leihen“

Da dies der erste Gig überhaupt für sie war, hatte Arilu von vielen technischen Dingen noch keinen Schimmer. „Ich musste mir Kopfhörer leihen und habe noch nie einen Mixer gesehen und angerührt“, verrät sie. Daher war die Künstlerin natürlich extrem nervös: „Doch als ich auf die liebevoll-hergerichtete Stage zu ging, verflog etwas davon und ab dem Zeitpunkt, wo ich vorne stand und den ersten Track bzw. das Intro begann, wurde alles ruhiger und entspannter.“ Das lag wohl auch daran, dass kaum Leute da waren, sagt sie. „Aber ich war nunmal auch die allererste, die auf dem Festival gespielt hat.“ Der Himmel war grau, aber es war heiß. Eineinhalb Stunden später kam plötzlich die strahlende Sonne hervor und auch die Stage füllte sich etwas, die Stimmung kippte und sie kam in diesen Flow, den viele wohl als Warmspielen bezeichnen würden: „Das Lächeln auf den Gesichtern der teils tanzenden oder einfach nur chillenden Menschen hat mich sehr beflügelt.“

Unbekannte Schätze, die nach stundenlangem Suchen gefunden wurden

Ihr absoluter Lieblingstrack im Set ist definitiv der im Intro gespielte: „Being With You“ von Bahramji und Mashti in der Bearbeitung von Niko und Hello Alien. „Viele Tracks, die ich spiele, sind eher unbekannte Schätze, die ich nach stundenlangem Suchen gefunden habe.“ Es gibt auch seit einigen Monaten drei Tracks, die sie defintiv liebe und in Zukunft öfters einbauen möchte: „Coffee Tree“ von Lui Mafuta, Zwillingsmanns Nummer „Der Schamane“ und „Heartbound“ von nymad. „Demnächst habe ich die Ehre, im Berliner Klunkerkranich zum Waterkant Schwoof aufzulegen. Im Oktober gehts dann nach Fulda zur International Soundclash und im November zu einer eher familiären schönen Runde in die Schweiz zu Echos from Venus und nebenbei werde ich natürlich noch Podcasts kreieren, das nächste für die tolle Künstlerin Barda.“

Tracklist:

01. Flowerpowder – Sprizztour
02. Bahramji feat. Mashti – Being With You (Niko & Hello Alliens 5AM Edit)
03. Matanza & Wilder Muñoz – Moara Nèteai
04. Karnamrita Dasi – Devaki (The Bassment Remix)
05. R Vincenzo – Eletrotranse do Alto Rio Negro (Japurutu Extended Vinyl 7″ Version)
06. Camila Costa – Ponto Das Caboclas (Carrot Green Acid Edit)
07. Vruno – En Busca de Mi Tierra
08. Nicola Cruz – Colibira (History of Colour Remix)
09. Lemurian – Life is a Ceremony
10. Lui Mafuta – Coffee Tree
11. Sahalé – Shérazade
12. Tante Dante & Sebastian Dali – Adadabasda
13. Zwillingsmann – Der Schamane
14. Enuui – N Gin (Zen Baboon Remix)
15. Isra – Azur
16. Cemince & Kaan Tanriverdi – Autumn In Middle East
17. Nato & Sahalé – Wa Aalech
18. Iorie – Immortalis
19. Lowless – Prana
20. DkA – Bonjour L’Afrique
21. Gouranga – Yali Yali (Todd Terje Edit)
22. Mar – Ayahuasca
23. Be Svendsen – Garritm Core Amante
24. LIamamiento – Troja
25. Samarana – Ticuna
26. Geju Farfalle & Kelan Phil Cohran, Legacy – White Nile (George Topuridze Live Reshape)
27. Derrok – Cara Sur