Spannungsbögen im Spannungsbogen als Optimum – das Liveset von Dolph aus dem Kater Blau


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Das März-Set von Dolph aus dem Kater Blau besteht nur aus Eigenproduktionen. „Es ist aber nur eine begrenzte Auswahl an Tracks (ca. 30 bis 40 Tracks), da ich nicht direkt live improvisiere“, so der Berliner Produzent. Er hat immer ein gewissen Grundaufbau im Kopf. Da er aber stetig neues Material hinzufügt, ändert sich dieser ständig. „Je nach Uhrzeit, Spielzeitlänge und Venue überlege ich mir dann schon, was ich ungefähr machen will, und viel zu oft probiere ich auch für eine Veranstaltung entsprechend passende Songs noch soweit auszuproduzieren, dass ich sie spielen kann.“ Dies laufe mal mehr, mal weniger gut, sei aber ein durchaus äußerst effizienter Antrieb: „Vor allem der Start, also auch das Tempo des ersten Tracks, ist wichtig, da dies über den restlichen Verlauf des Sets entscheidet“, sagt der Musiker. Einen krassen Temposprung herauszunehmen sei schon etwas gewagt.

So spontan wie möglich

Der Rest ergebe sich im besten Falle nach Bauchgefühl, also durchaus nach Feedback vom Dancefloor – und was er so empfände. „Ein Spannungsbogen ist mir äußerst wichtig, wozu eben auch das Tempo zählt, gerade wenn man begrenzte Möglichkeiten hat. Spannungsbögen im Spannungsbogen sind das Optimum. Ansonsten schaue ich auch immer, dass ich möglichst harmonische Übergänge hinkriege, was bei der begrenzten Auswahl leider noch nicht so einfach ist. Auf die Crowd so spontan wie möglich reagieren zu können, ist natürlich anzustreben.“ In diesem Falle wollte er mit 80 BPM anfangen, auch weil der Liveact zwei Stunden spielen sollte: „Ich habe mich dann aufgrund einer Anweisung von oben, doch etwas schneller zu spielen, dazu bereit erklärt, alles etwas abzuändern. Also habe ich mein schönes Intro weggelassen, noch ein paar Songs gestrichen und alles etwas verdichtet und bin doch recht zufrieden mit dem Ergebnis.“ Flexibilität sei nämlich wichtig.

Von 110 auf 80 BPM

Die Stimmung an diesem März-Tag sei sehr angenehm gewesen: „Als ich am Montagnachmittag zwischen 14:00 und 15:00 Uhr im Kater ankam, war die Stimmung sehr lazy, zu der Zeit spielte mein geschätzter Kollege Gottlieb Scheppert.“ Alle hätten wohl etwas geguckt, als Dolph – frisch wie er war – auf einmal so langsam anfing, nachdem Scheppert um die 110 BPM spielte. „Doch es wurde sich superschnell neu aufgestellt, eingegroovt und dann war wieder alles wie in Watte gepackt“, so der Liveact. „Daher war die Ansage von oben irgendwie auch nicht ganz nachvollziehbar für mich. Allerdings bin ich eben auch nur dazugestoßen.“ Wenn er sich einen Lieblingstrack aus dem Mitschnitt aussuchen müsste, wäre das aktuell „Alone In The Park“, dicht gefolgt von „Dusk“, die beide im September 2017 auf Serafin Audio erscheinen werden. „In diesem Set ist mir der Spannungsbogen wirklich gut geglückt.“

Tracklist:

01. #1
02. Dusk (soon on Serafin Audio Imprint)
03. Alone In The Park (soon on Serafin Audio Imprint)
04. Under The Open Sky (soon on Serafin Audio Imprint)
05. Sharing (Free Download )
06. Third Ear (3000Grad 019)
07. Looking-Glass World (soon on Serafin Audio Imprint)
08. Still (Amselcom 019)
09. Herrhausen & Treindl – Alamba (Dolph Remix) (Acker Dub 33)
10. Drawn (soon …)
11. Lichterloh (Acker Dub 029 Digital)
12. Dave Echo – Espionage (Dolph Remix) (soon …)
13. Konvex (Amselcom 019)
14. Nils Twachtmann & Hoffmann – Spektrum (Dolph Remix) (O.L.A.013)
15. Ein Kilo Herz (soon …)
16. Into (soon …)
17. Alban Endlos – Apparent Move (Dolph Remix) (heiter.bis.wolkig)
18. #2
19. Things (soon …)
20. Blue Flower (Amselcom 019)
21. Unique and Equal (Akumandra 016)
22. #3