Zwischen Techno, House und melodischer Electronica – die „Phosphor“ EP von Treibgut kommt mit einem extrem gechillten Iorie-Remix daher


phosphor

Das Trio Treibgut eine reine Improvisations-Band und stellt sich immer einfach so mit ihren Instrumenten und Geräten vor eine Menschenmenge. „Die Inspiration kommt dabei aus dem Moment und dem Zusammenspiel zu dritt“, erklären die Musiker aus Hamburg. Manchmal seien es sogar eigene kleine Fehler, die die Idee zum nächsten Track liefern würden. „Am Ende eines Gigs in der Hammahalle des Sisyphos ist dann irgendwie der Track „Phosphor“ entstanden. Das ist zwar auch schon wieder eine Weile her, aber irgendwie hat er uns nicht losgelassen, so dass wir ihn unbedingt aufnehmen und veröffentlichen wollten.“ Gesagt, getan. Die Nummer erscheint nun mit einem weiteren Original, „Eigengrau“, über heiter bis wolkig.

Eine runde Sache

„Um unseren Sound als Band einzufangen, war klar, dass wir bei uns im Hamburger Studio alles zusammen live einspielen wollten“, so das Trio. Die Idee und Struktur hatten sie vorher grob abgesprochen, um fast wie ein Jazz-Trio nacheinander drei Takes mit allen Einzelspuren aufzunehmen: „So konnten wir danach die beste Version auswählen und in Ruhe fertig abmischen. Genauso haben wir es bei „Eigengrau“ gemacht, dem zweiten eigenen Track auf der EP, den wir auch in irgendeiner Session mal live erfunden hatten.“ Neben den beiden Originalen umfasst die Kollektion zwei Remixe, die von Peng Peng und Iorie produziert wurden. „Das Duo Peng Peng zu fragen, lag fast auf der Hand: Zu Dolph bestand über seine Alban-Endlos-Remixe schon länger Kontakt, Meerkats lernten wir dann auf unserem Gig beim 3000Grad Festival kennen.“ Die Idee, dass die beiden für eine straightere Club-Gangart sorgen könnten, ist für Treibgut jedenfalls voll aufgegangen. „Iories Produktionen haben uns auch schon länger aufhorchen lassen, weshalb wir uns riesig gefreut haben, dass er mit seiner tollen Version nochmal eine ganz neue Klangfarbe mitreingebracht hat. Mit den Remixen ist es nun eine richtig runde Sache geworden.“

treibgut

Die Magie der flüchtigen Echtzeit

Die drei Künstler sind nun auf den Geschmack gekommen, noch mehr Tracks aufzunehmen. „Nach fast acht Jahren der gemeinsamen Improvisation ist jedenfalls reichlich Ideenmaterial vorhanden, und wir sind gespannt, was noch kommt“, so Treibgut. „Aber natürlich werden wir auch bald wieder auftreten und die Magie der flüchtigen Echtzeit genießen.“ Die EP ist ab dem 24. August 2017 als 12“ Vinyl und im digitalen Format via Bandcamp, iTunes und Beatport erhältlich.

Tracklist:

01. Treibgut – Phosphor
02. Treibgut – Phosphor (Peng Peng Remix)
03. Treibgut – Eigengrau
04. Treibgut – Eigengrau (Iorie Recolour)