„Ich mag es, im Sommer in den Sonnenaufgang hineinzuspielen“ – Rolandsons Podcast für NachtEin.TagAus


rolandson

Vor einigen Tagen veröffentlichte das Projekt NachtEin.TagAus seinen mittlerweile 50. Podcast. Zusammengestellt wurde das Jubiläumsset von Rolandson. „Das Set ist bei mir zu Hause aufgenommen worden. Ich spiele die Mixsets für die diversen Podcastserien gerne in gewohnter und gemütlicher Atmosphäre ein, so auch diesen“, erklärt der Berliner Musiker und fügt noch hinzu: „Wobei ich einzelne Tracks bzw. Aneinanderreihungen schon Wochen vorher bei verschiedenen Gigs und Afterhour-Sessions ausprobiert habe.“ Dass das Set „att glidflyga“ in dieser Form existiert, hat zwei entscheidende Gründe. Zum einen spiegelt er sehr stark seine aktuelle Stimmung wieder: „Denn ich mag es, im Sommer in den Sonnenaufgang hineinzuspielen. Dabei stelle ich mir immer vor, welche Musik ich dazu gerne hören würde, um die Nacht entspannt ausklingen zu lassen und wie ich als DJ die TänzerInnen im neuen Tag willkommen heißen kann.“ Zum anderen, und das ist der für ihn wichtigere Grund, entstand der Mix zu einer Zeit, in der sich bei ihm im privaten Bereich einiges getan hat. „Der Mix würde so ohne eine bestimmte Person nicht existieren und vor allem nicht so arrangiert sein. Danke, Juli, denn der Wind ist auch mein Lieblingswetter.“

„Sowas ehrt mich“

Der Kontakt NachtEin.TagAus kam durch Tim, einer der Mitglieder hinter dem Projekt zustande. „Wir hatten irgendwann mal per Facebook Kontakt aufgebaut und uns musikalisch ausgetauscht“, so Rolandson. „So kam es, dass er bei mir auf dem Seasidetrip ein wirklich tolles Seemannsgarn in Form eines Mixes gesponnen hat.“ Einige Zeit danach fragte ihn Tim, ob er ihnen die Nummer 50, ein kleines Jubiläum, einspielen wolle. „Sowas ehrt mich, und ich habe natürlich zugesagt.“ Die ausgewählten Tracks für das Mixtape sind alle zu ihm gekommen, wie Rolandson gerne sagt: „Das klingt vielleicht etwas komisch, aber ich weiß nicht, wie ich es anders erklären soll. Jeder Track für sich genommen ist wundervoll, und ich liebe die Stimmung, die jeder einzelne erzeugt. So habe ich alle Tracks mal hier und mal dort gespielt, mal ineinander gemixt oder mal unabhängig voneinander gespielt und so haben sie sich im Laufe der Zeit für diesen Mix aufgedrängt. Und wie ich schon erwähnte, durch die aktuellen Umstände haben sie dann zueinander gefunden.“

„Lost Myself In You“ – sein absoluter Favorit

Einen Lieblingstrack im Set gibt es auch: „Auch wenn jeder Track für sich genommen wunderschön ist, aber Arutani und Rus „Lost Myself In You“ ist mein absoluter Liebling, und ich habe ihn am Ende zweimal ineinander laufen lassen und mit dem Tempo nach unten gespielt, den könnte ich stundenlang hören.“ Der Track sei wie ein Gedicht, ein Gefühl. „Einfach nur schön!“ Drei weitere Nummern finden sich in letzter Zeit oft in seinen Sets: „Om Namah“ von Kora und Nic Falardeau in einer selbstbearbeiteten Slow-Variation, Hjärterots „Eihwaz“ im Remix von Jonajosu und ein noch unveröffentlichter Song von Iorie. „Den werden wir bei mir, beim Seasidetrip, noch rausbringen.“