Plötzlich Lust auf etwas ganz Langsames – das Baikal Nomads-Mixtape von Arkadiusz


arkadiusz

„Das Set ist bereits vor knapp drei Monaten während meiner Sommerferien entstanden“, erzählt uns Arkadiusz über sein Mixtape für die Baikal Nomads. Zum ersten Mal seit mehreren Jahren beschäftigte er sich in diesen Ferien so gut wie gar nicht mit Musik und war auch sonst nicht medial aktiv. „Dafür aber umso mehr mit Entspannung“, erläutert der DJ, „ich lebe mittlerweile „fast“ im Wald und finde dort einen guten Ausgleich zwischen mir und der Welt drumherum.“ Als gegen Ende der Ferien das Oewerall Festival näher rückte, wandte sich das Blatt. „In der Vorbereitung für das dortige Set beschäftigte ich mich mehrere Abende über zwei Wochen verteilt ausschließlich mit schnelleren Tracks, die ich in den letzten Monaten außer Acht gelassen hatte. Als dann die Rahmenbedingungen für mein halbwegs geplantes Set standen, bekam ich plötzlich Lust auf etwas ganz Langsames – sozusagen ein Baugefühl, das sich als musikalischer Gegenpool entpuppte. Die Liedauswahl und deren Aufnahme ergab sich dann tatsächlich innerhalb dieses einen Abends. Kommt bei mir selten vor“, gesteht Arkadiusz.

Lieben gelernt

Bereits vor einem Jahr schickte ihm Dugkar, Gründer des Baikal Nomads Kollektiv, die Set-Anfrage via SoundCloud: „Ich kannte die Serie damals nicht, fand aber deren Ideologie und kulturellen Hintergrund sympathisch. Obwohl wir uns auf einen deutlich früheren Termin geeinigt hatten, musste ich es unglücklicherweise mehrere Male schieben.“ Aber alles brauche eben seine Zeit, so der Musiker. Alles steht und fällt bei ihm mit den ersten drei Tracks: „Finden die sich schnell zusammen, geht der Rest fast von alleine – so auch hier. Einen Lieblingstrack im Mix hat er schnell ausgemacht: „Einer meiner liebsten und der wohl meist unterschätzte Song überhaupt: „Caldera“ von Recondite. „Dieser Track bei 90 BPM, eine Offenbarung. Ihn habe ich vor Jahren in einem Set von Paco (Risikogruppe) lieben gelernt.“