Sphärische Klänge und Spielereien mit Delays – das Liveset von Monopohl vom Freiluft Festival


monopohl

„Zum Gig beim Freiluft Festival kam es durch meine zahlreichen Bewerbungen“, erzählt Monopohl über seinen Gig auf Usedom. Der junge Liveact hat einige Veranstalter und Festivals angeschrieben und mit Promo-Sets geworben. „Und da war das Freiluft Festival eines derjenigen, die mich dann gebucht haben.“ Seine Livesets beinhalten ausschließlich eigene Tracks. „Aber auch das ein oder andere Mal einen Remix, den ich für andere Künstler produziert habe“, so der Musiker aus Bremen, „allerdings sind es immer alle Einzelspuren, damit ich live noch improvisieren kann. Und ich suche nicht speziell Tracks aus und spiele sie dann, sondern spiele viel mit den einzelnen Spuren eines Tracks und mische dann Spuren eines völlig anderen dazu, sodass live eine Menge interessante Sachen entstehen können.“ Allerdings steht der grobe Ablauf eines seiner Sets immer schon vor dem Gig fest.

Ein speziell klingender Synthesizer

„Es kommt dann schon einmal vor, dass ich kurz vor einem Gig ein paar komplett neue Basslines oder Synths einspiele und diese dann live ausprobiere, anstatt immer die gleichen Tracks runter zu rattern“, erklärt Monopohl. „Wenn es mir live langweilig wird, muss der Track ein bisschen anders arrangiert werden.“ Generell sollte ein Live- oder DJ-Set eine schöne Geschichte sein, der man gerne folgen möchte – durch alle Höhen und Tiefen, betont der Bremer. „Bei diesem Liveset habe ich besonderen Wert darauf gelegt, dass man immer wieder von einer interessanten Melodie oder einem speziell klingenden Synthesizer gepackt wird und habe viel mit sphärischen Klängen oder Echos gearbeitet.“ Außerdem sind die meisten Percussionklänge von ihm selbst per Hand eingespielt: „Eigentlich ist es genau das, was mich selbst begeistern würde. Ich stehe auf sphärische Klänge und Spielereien mit Delays.“

Was ihm wichtig ist

Beim Aufbau des Sets war es ihm wichtig, dass es eine erzählende Geschichte ist, die für sich spricht. „Eine Geschichte, der man gerne lauschen und folgen möchte und auch wissen möchte, wie sie ausgeht, auch wenn man bis zum Ziel verschiedene Höhen und Tiefen durchlaufen muss“, führt der junge Künstler aus. „Ob mir das gelingt, ist die andere Frage. Aber das ist was, was mir wichtig ist.“ Außerdem hat er darauf geachtet, dass man nicht allzu viele bemerkbare Tonartwechsel hat: „Das wäre was, was mich irgendwie stören würde, wenn es abrupt in einer anderen Tonart weiter geht.“ Die Stimmung während seines Gigs sei ganz ok gewesen. „Es gab definitiv bessere Gigs, was allerdings mit am Wetter gelegen hat. Leider hat sich meine Stage-Time verschoben und es hat angefangen, zu regnen. Dazu war es noch Sonntagnachmittag und viele Menschen schon nicht mehr vor Ort. Aber die, die dort waren, haben es sehr genossen.“ Die Nummer „Distant Noises“ ist sein absoluter Favorit. „Er ist außerdem Bestandteil meiner kommenden „Salines“ EP, die Ende diesen Jahres, vermutlich aber erst Anfang nächsten Jahres, erscheinen wird“, so Monopohl, der sich schon auf die kommenden Club-Gigs über den Herbst und Winter vorbereitet. „Ansonsten bin ich momentan damit beschäftigt, meine „Salines“ EP fertig zu stellen, welche vermutlich vier Tracks plus drei sehr interessante Remixes enthalten wird.“

Tracklist:

01. Monopohl – Fast Night
02. Monopohl – Salines
03. Monopohl – Times
04. Monopohl – Dark Radio
05. Monopohl – Aurora
06. Monopohl – Limited
07. Monopohl – 410
08. Monopohl – Donkey
09. Monopohl – Rain
10. Monopohl – Tante Emma
11. Monopohl – Hail Cannon
12. Ira Atari – In Love (Monopohl Remix)
13. Monopohl – Elephant
14. Monopohl – Distant Noises
15. Monopohl – Bells in harmony
16. Monopohl – Favourite No. Blue
17. Monopohl – Patellaluxation