Ein reichhaltiger Output – Einmusik veröffentlicht seinen Longplayer „Serenade“


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Ursprünglich war Frank Sinatras „Moonlight Serenade“ namensgebend für das neue Album von Einmusik. „Ich hatte den Refrain tagelang im Ohr und inhaltlich passte die „Serenade“ zu meinen schon fertigen Songs“, gesteht der Berliner. Am Anfang wollte er auch ein Album mit nur fünf bis sieben Stücken machen: „Da ich aber einen so reichhaltigen und diversen Output über die Frühling und Sommerzeit hatte, entschieden wir uns, ein Doppelalbum zu machen, eine Serenade mit „Movement I“ und „Movement II“.“ Die ersten sieben Songs sind klar strukturiert und für Clubs und Open Airs gedacht. Die letzten fünf Stücke sind musikalisch im Ambient-Genre angesiedelt.

„Sehr viele Leute schauen und hören sehr genau hin, was ich mache“

„Ich bin mit meinem aktuellen Studio Setup ziemlich zufrieden“, gesteht Samuel Kindermann, so sein bürgerlicher Name, „und es fällt mir gerade richtig leicht, Musik zu schreiben. In diesem Flow hatte ich mit einmal 17 bis 18 komplett durchproduzierte, fertige Songs.“ Jedes Mal, wenn er von den Wochenenden vom Touren zurück im Studio war, hatte der Musiker bereits Ideen für neue Stücke. „Während meiner langen Reisen höre ich viel klassische Musik über meine tollen Noise Cancelling-Kopfhörer, dessen kompositorische Vielfalt bestimmt mit in die Produktion eingeflossen ist“, sagt Kindermann. Dieses Mal hat er komplett auf Kollaborationen verzichtet. „Eigentlich war das garnicht so beabsichtigt“, verrät Einmusik, „zumindest nicht vorsätzlich.“ Er hatte quasi alles schon fertig und dann mit Kollaborationen anzufangen, wäre für ihn ein wenig kontraproduktiv gewesen. „Hinzu kommt, dass ich es momentan weltweit so erlebe, dass viele Leute sehr genau schauen und hören, was ich so mache. Nicht in Kooperationen, sondern wirklich ich alleine und sich meine Songs als Guide für eigene Produktionen nehmen.“ Über das Feedback zum Longplayer könne er bislang nicht klappen, das sei bisher super.

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Einmusika ist seine Heimat

Dass das Album auf Einmusika Recordings, also seinem eigenen Label erscheint, stand früh fest: „Ich bin wirklich froh, wie sich Einmusika in den letzten Jahren entwickelt hat, und es gibt für mich aktuell kein Label, das mit meinem Sound besser merged. Ich release ab und an EPs auf anderen Imprints, aber Einmusika ist meine Heimat und für Longplayer genau das richtige.“ Aktuell bereiten sie alles für ihren Einmusika-Showcase beim Amsterdam Dance Event vor: „Den Abend und alles drum herum. Wie jedes Jahr ist auch dieses Amsterdam Dance Event ein wichtiger Zeitraum, um alles, was aus Industrie und Szene Rang und Namen hat, dort zu treffen. Ein paar Remixe kommen noch Ende des Jahres noch, und ich bereite einige EPs auf anderen Labels vor.“ Darüber hinaus ist Einmusik quasi durchgehend auf Tour: „Besonders freue ich mich auf die Tour in den USA, Mexiko, Südafrika, Asien, Indonesien, Indien und Australien. Es bleibt spannend.“

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Tracklist:

Movement I

01. Serenade
02. Maan
03. Biscarrosse
04. Nightingale
05. Marin
06. Seesaw
07. Nordkapp

Movement II

01. Cenote
02. Nob Hill
03. Prana
04. Ayana
05. Precious