Bonobos voyeuristisches Video zu seiner Nummer „Break Apart“


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Bonobo veröffentlicht sein neues Video für den Migration-Albumtrack „Break Apart“ (feat. Rhye). Spencer Creigh führte Regie und blickt Paaren in intimen Momenten über die Schulter. „Migration“ wurde dieses Jahr zum Meilenstein in Bonobos Karriere: Platz 11 in den deutschen Albumcharts, gar Platz 5 in Großbritannien und der Spitzenposition in den iTunes Electronic Album Charts in über 50 Territorien. Außerdem bekam das Album nicht nur von uns, sondern auch von Magazinen wie dem Guardian, Pitchfork, der Groove jede Menge Lob.

Drei junge Paare, 24 Stunden in einem Hotelzimmer

Das neue Video zum Albumtrack “Break Apart” dreht sich um drei junge Paare in drei jeweils unterschiedlichen Zeiträumen von 24 Stunden, die ihren ganzen Tag in einem Motelzimmer verbringen, ohne Telefone, ohne Fernseher oder andere Ablenkungen. Jedes Paar legt so seine ganz eigenen einzigartigen Geschichten, seine Neigungen und Dynamiken frei. Intim, stilvoll und spannend! Regisseur Creigh: „Ich wollte ein Gefühl reproduzieren, dass man sich als Zuschauer irgendwie voyeuristisch verhält, wenn man das Video anschaut. Da gibt es diesen Zwiespalt, der in einem entsteht, wenn man das Video guckt: einerseits ist man berührt von diesen sehr authentischen Momenten wahrer Emotionen, gleichzeitig steigt in einem aber das unangenehme Gefühl auf, dass man in ihre Privatsphäre eindringt.“

Selbst Fan von Bonobo

Dabei war das Video nicht einmal eine Auftragsarbeit. Produziert ohne Budget oder jegliche Erwartungen, schickte Creigh das Video an Simon Green (Bonobo). Hier fand es nicht nur Gehör, sondern wurde direkt als offizielles Video veröffentlicht. „Ich war seit Jahren Fan von Simons Musik und hab die Videos, die er rausgebracht hat, immer sehr gemocht. „Break Apart“ ist eins dieser Lieder, die schmerzhaft und angenehm zur gleichen Zeit sind und für mich hob das Video dieses Gefühl auf eine geradezu masochistische Qualität, während die Musik den Nuancen im Video so viel mehr Leben und Gewicht einhauchte”, sagt Creigh.

Zur Person: Spencer Creigh ist ein in L.A. arbeitender Regisseur, der in den USA bei der führenden Filmagentur Whitelist unter Vertrag steht und hauptsächlich an Musikvideos und in der Werbung arbeitet. Mit seiner Dokumentarfilmer-Vergangenheit lotet Creighs Arbeit immer wieder Grenzen und Konventionen aus und erkundet authentische und nuancierte Geschichten aus einzigartigen konzeptionellen Perspektiven. Mit dieser Herangehensweise gewann er dieses Jahr bereits einen silbernen Clio-Award für beste Regie, sowie zwei silberne Löwen in Cannes für Kinematographie.

Ein Artikel von Radiothérapie und Feelectronica.