Ein Abend voller unvergesslicher Momente – Viktor Talking Machines Set aus dem Sisyphos


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Welche Scheiben dürfen bei einem Gig im Sisyphos auf keinen Fall fehlen? „Bei einem vierstündigen Set waren das zum Glück einige“, beantworten Viktor Talking Machine die Frage easy. „Vermutlich vergessen wir auch die wichtigsten, aber bewusst eingepackt haben wir „The Basement Is Burning“ von Marquis Hawkes.“ Der Track habe so viel Energie, das er jedem ein Lächeln ins Gesicht zaubere. „Und auf jeden Fall „The Gym“ von Scott Franka“, fügen sie hinterher. Die Nummer sei perfekt, um die Leute aus ihrer eingefahrenen Tanzroutine zu befreien. „Und natürlich nicht zu vergessen Mr. Oizos „Flat Beat“. Ein Klassiker, den alle kennen und lieben, aber niemand auf dem Schirm hat, weil sich kaum jemand traut, ihn zu spielen.“

Eskalation im Wintergarten

Das spannende am Sisyphos für einen Künstler sei, dass es keine richtige Einteilung in Warm-Up, Peak-Time und Closing gebe, meine die beiden Musiker. „Das bedeutet gleiche Chancen für alle Platten. Also haben wir uns zusammengesetzt und einfach nur Platten gehört. Jeder hat dann gesagt, welche Platte er unbedingt haben möchte und so haben sich die Koffer langsam gefüllt.“ Am Ende mussten noch ein paar Highlights mit rein und ab ging die Reise. Der Abend hatte sehr viele unvergessliche Momente für sie: „Da wäre das erste Mal als Künstler die Plattenkoffer an den zwei Gänsen vorbei ziehen; die vier Stunden Eskalation im Wintergarten; die leckeren Süßkartoffelfritten; die leckeren Smoothies und der letzte Track des Abends.“ Und was war ihr erster Gedanke, als sie durch das Sisyphos-Tor schritten? „Das Gefühl, jetzt darüber zu schreiben, zaubert uns immer noch ein Lächeln ins Gesicht.“ An dem Abend war es für sie eine Mischung aus Vorfreude und Anspannung auf das, was da kommen wird: „Der erste greifbare Gedanke war eher eine Feststellung, dass es hier jetzt gleich richtig rund gehen wird.“

„Es gibt einfach viel zu viel gute Musik, die wir entdecken und spielen wollen“

Eines haben alle positiv unvergesslichen Abende für sie gemeinsam: die Vielzahl an kleinen Highlights. „Das fängt bei der allgemeinen Booking-Orga an und hört mit dem High Five, das man dem Chef vom Dienst am Ende des Abends gibt, auf. Und diese kleinen Highlights haben im Sisyphos einfach gestimmt. Die Leute hatten Bock auf unseren Sound, die Technik war tadellos, und wir haben uns jeden Augenblick wohlgefühlt und konnten dieses Gefühl auch nach außen vermitteln.“ Den Abend haben sie im Backstage ausklingen lassen: „Und da haben wir mit den Leuten vom Sisy Schabernack getrieben. Weil wir aber noch nicht ins Bett wollten, sind wir zu Freunden gefahren und haben dort gefrühstückt und den Abend sanft ausklingen lassen.“ Neben den unzähligen Studioprojekten, wie Remixe, EPs und Jams, ist das Duo nun hauptsächlich auf der Suche nach neuen musikalischen Schätzen: „Es gibt einfach viel zu viel gute Musik, die wir entdecken und spielen wollen.“