Subtil und prachtvoll – die „Violins of Tomorrow“ von Davidovitch auf Inclusif


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Die 13. Katalognummer vom französischen Label Inclusif steht in den Startlöchern: „Violins of Tomorrow“ von Davidovitch. Es ist bereits das zweite Release des Schweizers auf dem Imprint von Hervé Ak. „Ich nehme viele Clips in Ableton auf, die von vielen Maschinen stammen. Diese neuen Clips erinnerten mich an die Musik von Nathan Fake“, sagt Davidovitch, der bereits auf Labels wie Kompakt Records und Traum Schallplatten releaste. In der Produktionsphase hörte er sehr intensiv Theo Parrishs „First Floor“ und „Selected Ambient Works 85-92“ von Aphex Twin. „Diese Alben sind unglaublich und sehr inspirierend!“ Es gebe auch Machinedrum, die ihn sowohl musikalisch als auch als Werkzeug, das in Live-Sessions eingesetzt wird, inspirieren: „Auch die Maschinen können so für mich sehr inspirierend sein.“ Seine ganzen Produktionen entstehen in seinem Homestudio: „Zuerst nehme ich einen Synthesizer und viele Maschinen auf und benutze sie als Clips. Dann spiele ich alles so, als wäre ich in einer Live-Act-Session. Ich lasse sie ein bisschen ruhen und komme dann auf sie zurück, um sie zu ändern.“ Ab diesem Punkt pflegt der Musiker Rhythmik, Schlagelemente und andere Plugs hinzu. Anschließend wechselt er zur Anordnung. „Für diese Tracks habe ich den Andromeda A2 Synth, den Volca FM, aber auch das Polytek-Plug, das ziemlich lustig ist, benutzt. Dann schließe ich den Kreations- und Arrangementprozess in Ableton und die endgültige Mischung in Logic, das dafür großartig ist, ab.

„Ich war mehr als nur glücklich!“

Herausgekommen ist eine subtile und prachtvolle EP des schweizerischen Produzenten. Die drei Originale sind im Minimal und deepen techno verwurzelt. „Violins of Tomorrow“ bietet eine wunderschöne Mischung aus Beats an, „Polytheque“ trumpft mit seinen deepen Detroit-Synths auf und aus „Magic Mirage“ ist ein verschmutztes Minimal-Stück geworden. Erscheinen werden alle Tracks auf Inclusif. „Oft versuche ich es mit den üblichen großen Labels und generell haben sie keine Zeit zuzuhören“, findet Davidovitch, der vermutet, dass es vielen Produzenten so geht, wenn sie ihre Tracks verschicken. „Also habe ich meine Stücke an meine Freunde von QLONS geschickt. Sie legten mir einige Labels wie Inclusif! von Hervé ans Herz. Er hat mich sofort kontaktiert und positiv geantwortet. Ich war mehr als nur glücklich!“ Ansonsten hat Davidovitch noch einige Tracks in der Bearbeitung, die er zuerst an Inclusif schicken wird: „Ich mag es wirklich, wie er sein Label führt. Ich werde ausserdem meine Auftritte als Liveact beenden, auch wenn ich diese Art des Musikaustauschs mit Leuten mag, aber ich fange an, ein Veteran zu werden. Seitdem ich Kinder habe, die mir auch helfen, kreativ zu sein, muss man bestimmte Prioritäten setzen.“ Aus diesem Grund will er sich auf das Produzieren von Musik konzentrieren: „Und wenn ich kann, teile ich sie mit den Menschen. Und schließlich bin ich auch Teil der Band Natives Rites, bei der wir eine lautere Atmosphäre erschaffen. Die Rhythmen sind präsenter, und wir entdecken verschiedene Genres wie Jazz, den Detroit-Sound und den abstrakten Hip-Hop.“

Erhältlich ist die EP ab dem 6. November 2017 via Bandcamp.

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Tracklist:

01. Davidovitch – Violins of Tomorrow
02. Davidovitch – Polytheque
03. Davidovitch – Magic Mirage