Sein verträumtes Trompetenspiel und seine geistreichen Vocal-Parts – JPATTERSSON veröffentlicht sein Album „Folks & Fanfare“


JP im Feld

Gut drei Jahre ist es her, dass JPATTERSSON dem Label 3000 Grad einen neuen, bisher ungeahnten Möglichkeitshorizont zwischen den Welten von Dub und Techno eröffnete. Seitdem hat sich viel getan, wie auf seinem zweiten Album, „Folks & Fanfare“, zu hören ist. Es ist immer noch typisch JPATTERSON: Da sind sein verträumt-virtuoses Trompetenspiel und seine geistreichen Vocal-Parts, seine dubbigen Delays und schwergewichtigen Beats, die sich gerne im Rhythmus von Downtempo aneinanderreihen. Doch neben seinen Fanfaren spielen nun auch die „Folks“, die musikalischen Weggefährten der letzten Jahre, eine wichtige Rolle. So findet sich auf dem neuen Album ein Track mit dem Berliner MC Longfingah, lateinamerikanische Rhythmen vom polnischen Reggae- und Dancehall-Produzenten Dreadsquad sowie eine atmosphärisch weit gesteckte Auswahl von Remixes, die lebhaft von der symbiotischen Kooperation und gegenseitigen Inspiration der letzten Jahre zeugen.

Erscheinen wird die Zusammenstellung am 1. Juni 2018 via Beatport.

COVER

trndmsk: Johann, wie lange hast Du an dem Album gesessen?

JPATTERSSON: Die Tracks sind im Laufe der letzten zwei Jahre entstanden. In der Zeit habe ich unter anderem auch produktionstechnisch etwas dazugelernt. Ich hoffe, das wird an einigen Stellen hörbar.

Wie bist Du auf den Titel des Longplayers gekommen? Hat er eine tiefere Bedeutung?

Über die vergangenen Jahre habe ich im Rahmen von Auftritten echt viele interessante Menschen kennenlernen dürfen. Ein paar dieser Freunde schickte ich Spuren von fertigen Tracks aus meinem Spielzimmer und die haben wiederum mit den vorhandenen Bausteinen und ihrer eigenen Fantasie sehr unterschiedliche, bunte und spannende Versionen zusammengebastelt. Fanfare erklärt sich, denke ich, von selbst, sobald man das Album hört.

Woher kam die Idee zum Longplayer? Wo hast Du Dir die Inspiration für die Stücke geholt?

Ich lasse mich gerne durch Sounds, Beats oder Basslines anregen. Eine Grundidee für einen Song kann auf die Art manchmal sehr schnell entflammen. Dann wird losgebaut – erst grob und dann immer feiner und detaillierter. Manchmal geht es rasant, manchmal dauert es Monate, bis ich mit einem Track endlich zufrieden bin. Inspirierend finde ich generell immer wieder gelungene Auftritte anderer Künstler – egal welcher Musikrichtung. 

Wie und wo sind die Tracks entstanden?

Auf unterschiedliche Weise. Die Ideen dazu kamen in verschiedensten Gefühlslagen und Situationen. Nur der Ort war immer gleich: in meinem kleinen Studio unterm Hochbett. Die Remixversionen dazu sind in den Studios der „Folks“ – von Kopenhagen, Barcelona und Łódź über Berlin bis hin zu kleinen mecklenburgischen Dörfchen entstanden.

Wie geht es nach der Veröffentlichung weiter? Was sind Deine nächsten Pläne?

Im Herbst steht ein weiterer schöner Release an: eine EP auf Underyourskin Records – einem spannenden Label mit abwechslungsreichen, aber immer sehr harmonischen Veröffentlichungen. Die Klangfarbe wird etwas anders, die Trompete geht mal leicht in Deckung. Dazu wagen sich wieder andere Freunde an Remixversionen. Die werkeln zurzeit schon fleißig daran. Jetzt beginnt aber erstmal ein bunter Festivalsommer mit vielen Auftritten. Auf unterschiedlichen Bühnen und die ersten Male im Ausland zu spielen macht mich vorfreudig gespannt.

Tracklist:

01. Rakoon Riddim
02. Lucky Man
03. Good Times (feat. Longfingah)
04. Lake Life
05. Like A Hobo (JPattersson Version)
06. Ho Nau
07. Rakoon Riddim (Superpendejos Remix)
08. Ho Nau (Timboletti Remix)
09. Rakoon Riddim (Discoshaman Remix)
10. Ho Nau (Mollono.Bass Remix)
11. Lucky Man (Dreadsquad Remix)