Ein Maya-Gott, Downtempo und Slomo Vibes – das Album „Itzamna“ von Da Iguana


da iguana - itzamna_cover final

„Dieser Longplayer ist das Ergebnis von einem Jahr Arbeit“, sagt Da Iguana über „Itzamna“. „Das Album begann ursprünglich als EP, aber ich konnte nicht aufhören, mehr Tracks zu produzieren!“ Musikalisch sei dies eine der inspirierendsten Perioden seines bisherigen Lebens gewesen. Bis vor einem Jahr lebte der gebürtige Franzose noch in Mexiko: „Das Land und Lateinamerika im Allgemeinen füllten meinen Kopf mit so vielen neuen Farben, Geräuschen, Gerüchen und Menschen.“ Sie seien eine wahre Quelle der Inspiration gewesen, schwärmt Da Iguana. Der Titel des Lognplayers, „Itzamna“, geht auf einen Maya-Gott, den Gründer von Chichen Itza, Erfinder der Handschrift, Medizin und Namensgeber der Regionen Yucatans, zurück. „Er ist ein weiser Gott, und ich suche Weisheit“, erklärt der Franzose seine Verbindung zu „Itzamna“.

Zwischen Mexiko und Frankreich

Und woher stammte die Inspiration, die Werke des Albums zu produzieren? „Ich lebte in Guadalajara, einem riesigen Stadtgebiet inmitten der westlichen Berge, und die Stadt selbst war nicht so inspirierend, aber ihre Menschen, ihre Kultur, ihr Essen und ihre Art zu sehen und zu leben. Und dieses Nest war der Ausgangspunkt so vieler meiner Reisen durch Mexiko, Costa Rica und Kuba.“ Die Rückkehr nach Europa hatte ihn zu anderen Tracks inspiriert, die in seinen Augen nostalgischer sind, weil „ich mich an diese Reisen erinnere und sie nicht mehr lebe“. Produziert wurden die Werke also zwischen Mexiko und Frankreich. Für die Produktion der Stücke hatte der Franzose nicht viel Ausrüstung dabei: „Ich war sowieso im Reisemodus. Zu Hause habe ich alles neu arrangiert und einige Samples von Vinyls, die ich auf Reisen gefunden habe, Basslines oder Gitarrenriffs mit meinen eigenen Instrumenten hinzugefügt.“ Er brauche nicht viel, um Musik zu machen: „Für mich ist Equipment nur ein Medium.“

Release auf Urban Cosmonaut Radio

Das Feedback sei bisher wahnsinnig gut gewesen. „Ich hatte bereits gutes Feedback zu meinen früheren Produktionen bekommen – aber meist von meinen Freunden oder Verwandten. Jetzt habe ich Feedback von vielen talentierten Leuten aus der Welt der Downtempo- und Elektronische Musik-Szene erhalten.“ Erscheinen werden die sieben Tracks am 16. Juli 2018 über das Berliner Label Urban Cosmonaut Radio. „Durch Martha van Straatens Set bei der Fusion 2016 entdeckte ich Downtempo und Slomo Vibes für mich und stolperte am nächsten Tag über das Urban Cosmonaut Radio. In zwei Monaten hatte ich bereits die Hälfte der Podcasts gehört. So entdeckte ich viele gute Künstler, und das führte mich zu einer Rituel-Party in Paris, wo David Mears spielte. Ich sprach mit ihm nach seinem Liveset, um zu sehen, wie er es aufbaute und wir diskutierten.“

„Ein wahrhafter Traum!“

Einen Monat später schickte Da Iguana Mears sein Album – damals noch als EP. „Er liebte sie und schickte sie an die UCR-Crew. Ich hatte bis letzten Sommer keine Neuigkeiten erhalten, also beschloss ich, ein paar Sachen an Lotte und Anna zu schicken, und am Ende erfuhr ich, dass sie meine Tracks bereits in Clubs und auf Festivals spielten. Ein wahrhafter Traum!“ Nach der Veröffentlichung will der französische Musiker nichts überstürzen: „Ich will definitiv mehr spielen, mehr Leute treffen und mehr mit diesen neuen Leuten produzieren. Ich habe in den letzten fünf Jahren selbst Musik gemacht, das will ich ändern und mich musikalisch mit anderen Künstlern zusammentun. Ausserdem habe ich gerade eine neue Plattform für multikulturelle Kunst und Musik namens Ethno Kult (https://ethnokult.weebly.com) mit ins Leben gerufen. Mal sehen, wohin es uns führen wird.“

Erhältlich ist das Album via Bandcamp.

Tracklist:

01. Da Iguana feat. Sagara – Xupul
02. Da Iguana – Achachau
03. Da Iguana feat. Sagara – Submari
04. Da Iguana feat. Georgeline Du Sacquay – Scarlecheko
05. Da Iguana – Muii
06. Da Iguana – Udu De La Muerte
07. Da Iguana – Eres El Cantor