Voodoo-Beschwörungsrituale und Stoßgebete zu den Göttern – der erste Watergate-Gig von Shlomsen und Nicorus


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„Was letztendlich zu dem Gig führte, lässt sich nicht mehr vollständig rekapitulieren“, erklärt Shlomsen zu seinem Watergate-Gig mit Nicorus. „Unterm Strich war es eine wilde Mischung aus Voodoo-Beschwörungsritualen, monatelangen Stoßgebeten zu den Göttern aller großen Weltreligionen und eine riesen Summe an Bestechungsgeld, für das unsere Gagen der nächsten zwei Jahre draufgehen werden.“ Die beiden DJs hatten sich vor ihrem Auftritt überlget, in welche Richtung es ungefähr gehen soll. „Da es das Opener-Set des Abends war, wollten wir im Vergleich zu unseren sonstigen gemeinsamen Sets einige Level entspannter spielen und haben dann jeder für sich eine Liste mit Tracks erstellt, von denen wir dachten, dass sie passen könnten.“ 100 prozentig lasse es sich nie vorhersagen, was an einem Abend funktioniere und in welche Richtung die musikalische Reise aufgrund der Stimmung im Club gehen werde.

„Ich liebe diese eindrigliche, schwermütige, irgendwie anklagende Melodie“

„Die Stimmung war ziemlich cool“, meint Shlomsen, „es hat sich recht schnell gefüllt, und wir konnten spielen, wie unser Bauch es uns geraten hat, ohne großartig rumfischen zu müssen, was die Leute wohl hören wollen könnten.“ Die beiden spielten zum ersten Mal in der Berliner Institution, doch so richtig nervös seien sie nicht gewesen, betont Shlomsen. „Es war mehr eine Vorfreude, dass wir endlich einmal im Watergate spielen konnten gepaart mit einer guten Portion Spannung, ob das, was wir uns da ausgedacht hatten, auch passen würde.“ Der absolute Lieblingstrack im Set von Shlomsen ist „Panorama“ von Steve Mulder. „Ich liebe diese eindrigliche, schwermütige, irgendwie anklagende Melodie, die von dem düster daher stampfenden und rollenden Beat getragen wird. Ansonsten kommen bei mir seit Monaten fast immer „Lunar Rocks“ von Steam Shape im Footwork-Edit von Jay Lumen, „Delusion“ von Rancha Tek & Dino Maggiorana im Durtysoxx-Remix und „Scope“ von Lunatique Sublime im Yan Oxygen-Remix mit in die Sets. Drei abwechslungsreiche, floorwalzende Schwergewichte, wie ich sie leider nicht oft genug beim Suchen neuer Musik finde.“

Nächster Gig im Berliner im Birgit & Bier

Bei Nicorus sind fast immer „The Good of the Past“ von Antrim, „Zweisamkeit“ von Ben Böhmer und der „Teardrop“-Remix von Mees Salome dabei. „Ach ja, und natürlich auch mein „Breathe“-Remix“, sagt Nicorus. Zusammen spielen die beiden demnächst wieder am 3. August 2018 im Birgit & Bier in Berlin und Anfang September auf einem Techno-Open-Air, „das wir mit unserem kleinen Partylabel les enfants d’la cave veranstalten werden. Außerdem kommen dieses Jahr sicherlich noch einige Gigs im Sisyphos dazu – ob zu zweit, zu dritt mit unserem Semi-Liveact Shlomniwatz oder jeweils allein.“

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