Abwechslungsreiche Tanzmusik mit ordentlich Tiefgang – Dole & Kom veröffentlichen ihr Debütalbum auf 3000 Grad


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Fünfundzwanzig Jahre: So lang ist es her, dass die erste EP von Dole & Kom auf den Plattenspielern der Clubwelt rotierte. Seit dem haben es die Jungs geschafft, eine klare Linie zu fahren – und dabei doch immer wieder unerwartet abzubiegen. Elemente von Techno und House waren immer präsent, wie ein atmosphärisches Wetterleuchten am Horizont – aber keines dieser Genres wird dem Sound von Dole & Kom wirklich gerecht. Hintergründig eskalierende Dramatik, wummerndes Knarzen, ekstatische Vertracktheit, peitschende Hi Hat-Schauer: Das sind einige der wichtigsten Prädikate ihres nun erscheinenden Debütalbums „Twenty Five“. Es handelt sich um ausschließlich neue Tracks, in denen sich eine ungebrochen tiefe Leidenschaft für das Geschehen auf dem Dancefloor widerspiegelt, multipliziert mit einer beachtlichen Erfahrung auf genau diesem Gebiet. Für drei Titel wurden befreundete Vocal-Artists an Bord geholt, ab davon gibt es hier Dole & Kom in Reinform. Will heißen: Vielschichtig wirksame, abwechslungsreiche Tanzmusik mit ordentlich Tiefgang und gehörig Auftrieb. Wir sprachen mit den beiden Produzenten über den Longplayer, der am 1. März 2019 auf 3000 Grad erscheint.

Erhältlich ist die EP via Beatport.

trndmsk: Wie lange habt ihr an „Twenty Five“ gearbeitet?

Dole & Kom: Wir waren für die Aufnahmen ca. ein halbes Jahr im Studio. Als klar war, wohin die Reise gehen soll, ging es eigentlich ziemlich zügig voran. Der Mixdown hat dann am Ende noch ein wenig gedauert.

Wie seid ihr auf „Twenty Five“ als Titel gekommen? Welche tiefere Bedeutung hat er?

Vor 25 Jahren erschien unsere erste EP auf dem Berliner Label Formaldehyd Records. Wir haben seitdem jede Menge Single und EP Releases veröffentlicht. Der Titel für unser erstes Studioalbum war dann ziemlich schnell gefunden.

Woher kam die Idee zum Longplayer? Wo habt Ihr Euch die Inspiration für die Stücke geholt?

Wir hatten im Frühjahr ein Meeting mit der 3000 Grad-Crew. Da kam die Idee für ein Album zur Sprache. Wir hatten die Idee auch schon länger im Kopf und so dachten wir, warum nicht: Let’s do it! Die Ideen für unsere Tracks kommen uns generell auf unseren Reisen, bei DJ-Gigs, im „normalen“ Studioalltag oder auch bei unsere Arbeit in der Berliner noisy Academy.

Wie und wo sind die Tracks entstanden?

Wir haben uns dann in Studio gesetzt, ein wenig rumexperimentiert, unendlich viele Ideen und Skizzen gehabt und genauso viele wieder verworfen. Bis letztendlich die ersten Tracks fertig waren und das ganze sich nach und nach zusammengefügt ein Bild ergeben hat. Wichtig war uns, neue Tracks zu produzieren und kein „Best Of D&K“ zu veröffentlichen.

Wie kam es zu den Kollaborationen?

Anduze kennen wir schon länger. Er hat uns seinerzeit einfach mal seine Mash-Up-Version unseres Tracks „“ geschickt, die uns so gut gefallen hat, dass wir dann noch weitere Tracks mit ihm produziert haben. Der Groove und die Vocals zu „Tattoo“ lagen schon seit einiger Zeit in der Schublade. Während der Album-Produktion fiel uns der Track wieder in die Hände und hat einfach super ins Konzept gepasst. Kijana haben wir in der noisy Academy bei einem unserer Workshops kennengelernt. Die Chemie hat gestimmt und als sie uns gegen Ende des Kurses ihre eigenen Tracks vorgespielt hat, waren wir von ihrer Stimme sofort begeistert und haben sie gefragt, ob sie nicht Lust hätte, mit uns mal im Studio zu jammen. Das hat dann wunderbar funktioniert und so sind die beiden Tracks entstanden.

Wie war das bisherige Feedback zum Longplayer?

Wir haben gerade erst die ersten Feedback-Auswertungen vom Label bekommen. Die waren – soweit beim ersten Überfliegen zu erkennen – recht positiv.

Wieso das Release auf 3000 Grad? Was war entscheidend?

Wir sind ja nun schon seit ein paar Jahren fester Bestandteil des 3000 Grad-Kollektivs und haben auf dem Label schon einige erfolgreiche EPs veröffentlicht. Dort fühlen wir uns sehr gut aufgehoben. Bei den gemeinsamen Gigs auf der 3000 Club-Tour, auf Festivals oder privaten Treffen haben wir uns einfach gut verstanden und es hat sich mehr als einfach nur eine berufliche Beziehung zu den Jungs und Mädels entwickelt. Der Begriff 3000 Grad-Familie kommt ja nicht von ungefähr. Also mussten wir nicht lange überlegen, wo unser Album erscheinen soll.

Wie geht es nach der Veröffentlichung weiter? Was sind Eure nächsten Pläne?

Zwei EPs auf Criminal Bassline und Acker Records sind noch in der Pipeline. Wir sind zudem gerade mit unserem Studio umgezogen. Während der Umbauzeit hatten wir eine kreative Pause. Wenn alles fertig ist, können wir endlich wieder durchstarten.

Tracklist:

01. Salvia
02. Kotau
03. Where’s The Love feat. Kijana
04. Clouds
05. Tattoo
06. Quiet Storm
07. Eating Me feat. Kijana
08. Cinabon
09. Glass Town
10. Tiger Beat
11. Minus Dance