Ein buntes Set – HOVR und sein Mix „105 bpm Zartcore“


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„Das Set ist auf einer Downtempo-Party von Slowtribe entstanden“, erzählt HOVR zu seinem Mix „105 bpm Zartcore“. Zusammen mit den beiden Labels Kamai und Heimlich haben die das Birgit geentert und für tolle Vibes gesorgt. „Als kleiner Bonus hat noch eine gute Freundin von mir Geburtstag gefeiert und ich durfte sozusagen den ersten Sound in ihrem neuen Lebensjahr spielen. War dann „Lift Up Your Faces“, fand ich ganz passend.“ Er liebe es, Downtempo und Midtempo aufzulegen. „Man hat viel mehr Zeit zwischen den Beats um Elemente wirken und die Musik rollen zu lassen. Wenn sich für mich dann Gelegenheiten ergeben langsamer zu spielen nehme ich die dankend an – so auch am vergangenen Samstag. 2016 habe ich mit 124bpm schnellen Tech House angefangen aufzulegen. Die Herausforderung, mit deutlich weniger bpm einen ausgelassenen Vibe zu erzeugen ist aufregend und macht total Spaß. Klar, ich spiele weiterhin auch schnelle Gigs, aber diese Mukke ist eben auch ein Teil von mir. Deshalb der Upload.“

Entspannte Kuschelmukke

Während das letzte langsame Set („100bpm Zartcore“) vocal und chillig war, hat er dieses Mal etwas deeper und zum Ende hin treibender gespielt: „Natürlich auch noch sehr zart, aber eben mehr Club. Ansonsten ist das Set recht bunt. Zwischen entspannter Kuschelmukke, runtergepitchten retro-basslines, und pumpenden breakbeats passiert einiges.“ Sein Lieblingstrack in dem Set ist die Nummer „Imagine A Box“ von Underworld. „Die beiden Legenden aus Wales haben weit über ihren Trainspotting Soundtrack hinaus noch einiges an exzellenter elektronischer Musik gemacht. Imagine A Box ist einer ihrer neueren Lieder und ist ziemlich unterschätzt, finde ich. Die Vocals und diese total trippige Bassline habe ich so noch nie gehört.“ Sonst spielt er zurzeit gerne Workerz‘ „Midnight Rain“ („eine frische House-Nummer die um das Original, ein sehr ruhiges acapella Lied, ein interessantes, minimalistisches Tanzpaket schnürt“), Mikhus „Rouge“ (Mikhu ist eine meiner Lieblings-Neuentdeckungen dieses Jahr. Der Producer aus Basel macht unglaublich groovigen dubtech/microhouse, schafft es aber dabei einen eigenen klanglichen Fußabdruck zu kreieren) und „Zero Points“ von Wide Awake (aus dem Katerkiosk, meinem Lieblingsfloor, den ich – als es ihn noch gab – regelmäßig bespielen durfte, ist ein wunderbares Label entstanden. Auf Kiosk ID hat unter anderem Wide Awake „Zero Points“ releast. Ein toller Midtempo-Track, bei dem mich vor allem der Klang fasziniert. Chapeau).

Mit dem Produzieren nicht aufgehört

Und was steht demnächst bei ihm an? „Ich habe den Sommer glaube ich etwas übertrieben mit Touren und Gigs und werde die nächsten Monate ein bisschen runterfahren, mich zurückbesinnen sowie mir die besonderen Gigs raussuchen. Besonders freue ich mich auf Kabinett der Kuriositäten im Dezember, eine wunderschöne Veranstaltung in Frankfurt. Vermutlich werde ich auch dort etwas langsamer spielen. Außerdem habe ich nach meinem ersten Release natürlich nicht das Produzieren aufgehört, also mal schauen, wo und was die nächsten Monate noch passiert.“