Basti von Tiefschwarz (Souvenir): „Nach 20 Jahren muss man nicht mehr auf jeder Afterhour rumhüpfen“


Unsere Freunde vom Romy S. aus Stuttgart haben uns ein Interview mit Basti, seinerseits die Hälfte vom Brüder-Duo Tiefschwarz, zu Verfügung gestellt. Darin spricht der gebürtige Schwabe wie er zur elektronischen Musik gelangt ist, was er am Schwabenländle liebt und ob er noch auf jede Afterhour zugegen ist.

PS: Am Samstag, den 18. Juni 2011, ist legt Basti im Romy S. auf! Wir verlosen noch 2*2 Tickets für diesen Abend!

Erzähl mal, wie bist du zur elektronischen Musik gekommen?

Basti: Das ganze fing zwischen 1990 und 1991 im ON-U (Anmerkung der Redaktion: 1990 eröffnete Ali Schwarz den Club ON-U in Stuttgart, drei Jahre später wurde der nächste Club namens Red Dog eröffnet) an. Ein unfassbarer Tanztempel war das. Es war alles erlaubt und alles wurde ausprobiert. Und ab diesem Zeitpunkt gab es kein Halten mehr. Der Offbeat verfolgt mich bis heute und ich denke, dass wird er noch eine ganze Weile lang.

Wann war für Dich absehbar, dass Du mit der Musik deinen Lebensunterhalt verdienen würdest und was war vorher der Karriereplan?

Basti: Eigentlich war für mich schon immer klar, dass ich mit Musik mein Geld verdienen werde. Ich habe mit sieben Jahren mein erstes Schlagzeug zum Geburtstag geschenkt bekommen und seitdem spielt Musik in meinem Leben eine große Rolle. Geld verdient hab ich dann allerdings erst mit dem Platten auflegen. Bis auf so ein paar Gigs mit diversen Bands, aber richtig davon leben, konnte ich erst seitdem ich Platten auflege.

Wenn Du Deine Platten produzierst, welche Hard- und Software benutzt Du dann?

Basti: Logic und Ableton. Hardware natürlich auch: ältere Synths usw. Just a little secret …

Für viele Musiker fängt der Tag erst am Nachmittag an. Wie ist das bei dir? Wie sieht ein Tag von Basti Schwarz aus?

Basti: Die Wochenenden kann man nicht planen, außer das Reisen und die Bookings natürlich. Aber man weiss nie, was so passiert am Wochenende. Anders sieht das unter der Woche aus. Montags ausschlafen, ganz klar. Aber ab Dienstag fängt ein anderer Rhythmus an. Früh aufstehen, viel Sport, Labelarbeit, Studio usw. Tiefschwarz / Souvenir ist ein Unternehmen und die Maschine muss laufen. Also nicht nur rumfliegen und durchdrehen, sondern man hat auch Verantwortung und einen Tagesablauf, der gepflegt werden muss.

Eine ausgedehnte Festival Saison steht uns bevor. Was magst du mehr, Club oder Festival? Gibt es dafür einen Grund? Auf welchen Festivals wirst du dieses Jahr spielen?

Basti: Ich liebe beides. Leider habe ich jetzt nicht alle Festivals im Kopf, aber das sind schon eine Menge.

Afterhour? Ja oder nein und warum?

Basti: Also eine Afterhour kann schon mal vorkommen. Macht ja auch echt Spaß, aber nach 20 Jahren Platten auflegen muss man nicht mehr überall rumhüpfen.

Kommen dieses Jahr noch Tracks von Tiefschwarz raus? Was können wir erwarten?

Basti: Wir sind schon wieder am neuen Album dran. Eine Single ist in der Pipeline. Unsere erste Souvenir Compilation ist gerade raus, IN THE CITY. Mit dem Watergate Berlin machen wir im Herbst eine Compilation und diverse Remixe. Uns wird es bestimmt nicht langweilig.

Du kommst ja ursprünglich aus Stuttgart und spielst im Juni ist der Romy S.. Was ist gut an Stuttgart und was nicht?

Basti: Spätzle mit Soße, Weinstube Vetter, das Basta, Bärensee. Sonst halte ich mich relativ wenig in Stuttgart auf. Die ganze Familie wohnt mittlerweile in Berlin.

Hast du eine Message für unsere Leser?

Basti: Weitermachen!