Endgültiges Aus für den Love Family Park


Laut einem Artikel der Rhein-Main EXTRA TIPP darf der Love Family Park zukünftig nicht mehr auf den Hanauer Mainwiesen ausgetragen werden. Das sei die Kernaussage eines Schreibens von Staatsministerin Lucia Puttrich vom Hessischen Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

„Auf anderthalb Seiten gibt die Ministerin in dürren Worten die umweltrelevanten Argumente wieder, die das Regierungspräsidium Darmstadt bereits in einem Schreiben im August präsentiert hatte. Auf die von der Stadt vorgetragenen umweltgerechten Lösungsansätze oder die Bedeutung der Veranstaltung für die Region geht sie nicht ein. Wir sind von der Weisung der Landesregierung tief enttäuscht“, kommentierten Oberbürgermeister Claus Kaminsky und Stadtrat Andreas Kowol den Brief. Sowohl das angewandte Verfahren, als auch das Ergebnis zu dem Puttrich gekommen sei, stünden in keinem Verhältnis zu Bedeutung des Love Family Parks.

OB Kaminsky tief enttäuscht

„Zigtausende junge Menschen, die hier Jahr für Jahr friedlich gefeiert haben, werden diese Enttäuschung mit uns teilen“, so der OB. Offensichtlich habe man die Bedeutung der Veranstaltung für die Jugendkultur weder in Darmstadt noch in Wiesbaden auch nur ansatzweise ernst genommen. Darauf deute bereits der Brief des Regierungspräsidiums Darmstadt vom August dieses Jahres hin, dem es heißt, dass „die Veranstaltung nur einen begrenzten Adressatenkreis innerhalb der Bevölkerung anspricht und auch nicht wesentlich zur Verbesserung der Wirtschaftskraft beiträgt.“ Auf Basis dieser Aussage, habe Ministerin Puttrich wohl kurzerhand gegen den Love Family Park entschieden, ohne weitere Argumente oder Lösungsansätze in Erwägung zu ziehen, so der OB.

(…)

Veranstalter verabschieden sich

„Es ist kein Wunder, dass es bei der Jugend eine zunehmende Politikverdrossenheit gibt. Schließlich werden ihre Interessen von manchen Politikerinnen und Politikern überhaupt nicht ernst genommen!“, sagt der OB verärgert. Er könne verstehen, dass die Techno-Fans über die Behandlung seitens der Landesregierung empört seien. „Wir sind es auch!“ Ohne weitere Abwägung oder Erörterung von alternativen Lösungsvorschlägen, habe man eine Veranstaltung mit siebzehnjähriger Tradition und von internationalem Renommee vom Tisch gewischt. „Auch die Bedeutung von 20.000 Besucherinnen und Besuchern für die lokale Wirtschaft der Stadt Hanau wurde komplett ignoriert!“ Auch Veranstalter Cosmopop gibt seiner tiefen Enttäuschung Ausdruck: „Nach 17 Jahren in Hanau ist uns und allen Musikfans in Europa dieses Festival sehr ans Herz gewachsen. Es ist schwer zu akzeptieren, dass es dieses Event nun in Zukunft hier nicht mehr geben soll!“, so Geschäftsführer Steffen Charles.

„Selbst die Hanauer Bürgerinnen und Bürger haben uns unterstützt und vor ein paar Jahren die Initiative „SAVE THE PARK“ gegründet. Für diese große Engagement für den Love Family Park möchten wir der der Stadt Hanau herzlich danken.“ Man werde nun die nächsten Schritte prüfen, so Charles „Wir werden jetzt nach alternativen Standorten in der Region Ausschau halten, aber natürlich auch außerhalb weiter suchen …“

(…)“

Quelle: www.extratipp.com