Review: Glenn Astro und Max Graefs EP auf Money $ex Records


Money Sex Records

„Allein im Jazz kann man sich unheimlich viele Inspirationen holen“, sagte mir Max Graef vor einem Jahr. Für seinen Brother in Crime, Glenn Astro, scheint dies ebenfalls zu gelten. Doch der Reihe nach. Weil hiesige Plattenlabels zur Steigerung der Profitraten vor jedem Release erst ihre Promomaschine anwerfen, die ihre Anlaufzeit benötigt, haben Graef und Astro sich kurzerhand entschieden, ein neues Label zu gründen, um eigene Release schneller zu veröffentlichen: Money $ex Records. Neben Anleihen beim Jazz finden sich auf der ersten Platte des Labels Versatzstücke aus dem Bereich des UK Garage, Disco und klassischem MPC-House. Jeder Track fällt durch seine Verspieltheit auf, ein paar Effekte kennt man bereits aus anderen Produktionen der beiden Musikern. Platten wie diese zeigen, dass House mehr ist und mehr kann als Beatport und KaterBlau.

Vielmehr soll hier nicht dazu gesagt werden: „Über Musik  schreiben, ist wie zu Architektur zu tanzen“, so ein sowohl Frank Zappa als auch Elvis Costello und Thelonious Monk zugeschriebenes Zitat. Und manchmal muss man sowohl die Architektur als auch die Musik lediglich auf sich wirken lassen, dann lässt sich auch darauf tanzen.

Die EP rezensierte Philipp Kutter.

Tracklist:

01. Glenn Astro & Max Graef – Cool Garageband Intro
02. Glenn Astro & Max Graef – Guwno Na Patetschuko
03. Glenn Astro & Max Graef – Caribean Screwdriver
04. Glenn Astro & Max Graef – Titel 08 (feat. Paul Frick)
05. Glenn Astro & Max Graef – Echoed Gehenna

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