Corsin Bader und sein Stück „My Eye On You“


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Am liebsten sitzt Corsin Bader im Studio und produziert House. „Kaum etwas erfüllt mich mehr, als meinen Geräten Liebe zu geben und Neues entstehen zu lassen“, so der in Basel lebende Produzent und DJ. Seit er 2013 die Ausbildung zum Tontechniker abgeschlossen hat, verbringt Bader sehr viel Zeit. Dabei sind eine Vielzahl von Tracks entstanden, wovon einer nun bei trndmsk als kostenloser Download bereit steht. Die Rede ist von „My Eye On You“. Wir sprachen mit dem Schweizer über die Nummer.

trndmsk: Corsin, wo hast Du Dich für „My Eye On You“ inspirieren lassen?

Corsin Bader: Mit „My Eye On You“ hatte ich die Absicht, einen uplifting Track zu produzieren, der es dem Körper schwer macht, still stehen zu bleiben. Die Idee war es, möglichst viel positive Energie zu transportieren, in erster Linie um mich selbst damit zu beglücken. Die einzigen Gedanken, die ich mir dabei gemacht habe, waren Glück und Tanzen. Musikalisch bin ich inspiriert vom Blues und vom Jazz als Ursprung, dazu kommt die Housemusik und eine Prise Oldschool Rap. Dass daraus diese Mischung entsteht, verdanke ich der jahrelangen und andauernden Suche nach meiner Identität.

Wie und wo ist das Werk dann produziert worden?

Ihren Ursprung hat die Nummer irgendwo im Universum. Ich habe einfach Glück gehabt, dass sie den Weg zu mir gefunden hat. Produziert habe ich sie bei mir um die Ecke, in meinem Studio. Das ist ein Luftschutzkeller von ca. 20qm, welcher zu einem kleinen Studio umfunktioniert wurde. Um den Track zu bauen. habe ich Ableton Live benutzt; viele Drum- und Percussionspuren, unzählige Plugins und ein Vocal-Sample, um das Ganze abzurunden. Ich habe gemerkt, dass ich der Musik eine Plattform bieten kann, mich aber nicht zu stark einmischen darf. Sobald ich etwas erzwingen will, ist es zum Scheitern verurteilt. Wenn ich aber ungefähr weiss, mit welchen Elementen ich arbeiten will und wie das Klangbild aussehen soll, kann ich es einfach fliessen lassen.

Und warum verschenkst Du die Nummer?

Es geht mir nicht darum, jetzt kurzfristig mit den ersten paar Releases Geld zu verdienen. Viel wichtiger ist es mir, meine Musik zu teilen und damit möglichst viele Leute zu erreichen. Ich fühle mich reich dadurch, dass ich Musik machen kann. Das hat nichts mit Geld oder kommerziellem Erfolg zu tun. Musik füllt mich aus und lässt mich alles drum herum vergessen. Vieles relativiert sich, wenn ich Musik mache und vermeintlich negative Erfahrungen können sich durch die Musik ins Positive kehren. Nach all den einsamen Stunden bei mir im Keller möchte ich rausgehen und meinen Babies die Welt zeigen. So möchte ich Bookingagenturen und Veranstalter auf mich aufmerksam machen, ein Netzwerk aufbauen und weiter vorankommen.

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