Verträumte Melodien mit treibenden Beats – die „Indian Spirit“ EP von Monopohl


BLR Cover Monopohl Neu

Nach einer kleinen Pause in 2018 ist der Bremer Produzent und Liveact Monopohl mit seiner „Indian Spirit“ EP wieder zurück. Die EP beinhaltet vier neue Tracks und einen Remix des Hamburger Produzenten Andreas Balicki. Auf der EP zeigt Monopohl, dass es möglich ist, verträumte Melodien mit treibenden Beats zu kombinieren und damit einen ganz eigenen Musikstil zu schaffen. Einige Percussions und weitere organische Instrumente sind von ihm selbst von Hand eingespielt. Durch die Inspiration der indischen Klänge und Vocals entstand der name „Indian Spirit“ auch das Artwork ist auf dieses Thema abgestimmt. Allerdings ist die „Indian Spirit“ EP erst der Anfang. Die Pause in 2018 hat der 28-Jährige genutzt, um seinen Fokus auf das Produzieren neuer Tracks zu setzen.

trndmsk: Woher kam die Idee für die EP?

Monopohl: Die Idee war eigentlich schon lange da. Zwei der Tracks waren auch schon seit einiger Zeit fast fertig. Dass die EP allerdings nun den Namen „Indian Spirit“ trägt, liegt daran, dass speziell auf dieser EP zunehmend indische Instrumente und auch indischer Gesang Bestandteil der Tracks sind. Jeder der Tracks beinhaltet zum Beispiel einige indische Percussions. Im Track „Indian Spirit“ hört man eine Sitar, welches wohl das bekannteste Melodieinstrument Indiens ist und daher maßgeblich zum Titel der EP beigetragen hat. Außerdem finde ich es wirklich nicht leicht, Musik ohne Gesang einen Namen zu geben, daher war der Name „Indian Spirit“ bei diesem Werk wohl am naheliegendsten.

Wo hast Du Dir die Inspiration geholt?

Die Inspiration kam auch hauptsächlich durch die Sitar. Ich bin zwar auch Gitarrist, habe allerdings selbst noch nie eine gespielt. Aber ich habe mich mit dem Instrument näher befasst und in die traditionelle indische Musik reingehört. Da bekam ich Lust, mehr als nur eine Sitar in meine Tracks zu integrieren. Wobei man meiner Meinung nach keinen meiner Tracks als klassisch indisch angehaucht bezeichnen kann. Da bin ich weit von entfernt. Aber einige Instrumente, wie zum Beispiel auch die Tabla – eine Art Bongotrommel -, haben mich als Schlagzeuger stark angesprochen, dass ich mehr über indische Percussion erfahren wollte und diese schließlich auch mit einbauen musste. Ansonsten lasse ich mich nicht wirklich bewusst inspirieren. Ich mache schon immer das, worauf ich Lust habe und versuche, es so durchzuziehen. Wenn es dann noch bei den Leuten Anklang findet, freut es mich natürlich umso mehr.

Wie und wo ist sie entstanden?

Entstanden ist die EP komplett bei mir im Studio in Bremen. Einen Großteil habe ich dort am Rechner gemacht. Allerdings sind die meisten Percussion wie Shaker, Bongos und auch die Hihat von Hand eingespielt. Ich bin, seitdem ich denken kann, Schlagzeuger und mache sowas am liebsten per Hand, anstatt auf Samples zurückzugreifen. Was nicht heißen soll, dass ich auf der EP ausschließlich alle rhythmischen Elemente von Hand eingetrommelt habe, aber wie gesagt einen Großteil schon. Zumindest die, die mir zur Verfügung stehen. Neuerdings mache ich das aber auch mit Instrumenten, die ich nur gesampelt auf dem Rechner habe. Ich kann über mein elektronisches Schlagzeug die Sachen eintrommeln und nur die Midi-Daten wie Noten und Anschlagstärke an meinen Rechner schicken und dort mit beliebigen Samples belegen. Das wäre dann halb selbst eingetrommelt. Aber das macht es für mich als Schlagzeuger leichter, als die Noten am Rechner mit der Maus einzuzeichnen oder über ein Keyboard oder Pads einzuspielen. 

Wie kam der Kontakt zum Label zustande?

Bunte Liebe Records ist das Label, das aus unserer Bremer Bunte Liebe Crew entstanden ist. Wir haben uns mit einigen DJs und Liveacts seit ein paar Jahren als Kollektiv zusammengeschlossen und veranstalten auch seit ein paar Jahren eigene Partys. Und im letzten Jahr kam dann der Kopf unserer Crew auf die Idee, ein eigenes Label an den Start zu bringen. So ist dann 2018 Bunte Liebe Records entstanden, auf dem inzwischen schon seit 2018 das zehnte Release rauskommt. Die Snips zu meiner gesamten EP kann man übrigens auch jetzt schon auf www.buntelieberecords.de hören.

Was steht nach der Veröffentlichung bei Dir an? Arbeitest Du bereits an weiteren Projekten?

Ich arbeite bereits jetzt an meiner nächsten EP. Durch meine kleine Pause in 2018, in der ich überwiegend Zeit im Studio verbracht habe, war viel Zeit, um an neuen Tracks zu arbeiten oder bereits halbfertige Sachen fertig zu stellen. Meine Idee war eigentlich, 2019 ein Album rauszubringen, aber ich habe mich nun dafür entschieden, zwei oder drei EPs zu machen, daher ist viel Material bereits jetzt vorhanden. Allerdings fehlt noch der letzte Schliff und die eine oder andere Idee muss noch mit eingebaut werden. Aber ich denke, dass zeitnah bereits meine zweite EP für 2019 rauskommen wird. Nur ist hierbei noch offen, wann und bei welchem Label sie erscheinen wird. Ansonsten will ich in 2019 wieder viel live spielen und einige Festivals im Sommer und Herbst mitnehmen.

Tracklist:

01. Monopohl – Distant Noises
02. Monopohl – Indian Spirit
03. Monopohl – Memoria
04. Monopohl – Peaceful River
05. Monopohl – Inidan Spirit (Andreas Balicki Remix)