Warum sind Wearables zu einem großen Tech-Trend für die Musikindustrie im Jahr 2020 geworden?


Das Musik-Streaming hat alle anderen Arten des Konsums von Inhalten überholt. Die Auswahl, die erstklassige Qualität und die Bequemlichkeit machten Streaming-Dienste zum besten Weg, in der heutigen Zeit Musik zu genießen. Qualitativ hochwertigere Musik erfordert eine höhere Bandbreite und mehr Daten. Glücklicherweise bieten 4G-Netze bereits eine ausreichend gute Infrastruktur. Mit der Einführung von 5G wird es keine Hindernisse für eine noch breitere Palette von Streaming-Optionen geben.

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Die Musikindustrie weiß das und macht sich dies zunutze. Kein Wunder also, dass tragbare Geräte zu einem neuen potenten Kanal werden.

Was sind Wearables?

Der Markt für Wearable-Technology explodiert und sollte schon im Jahr 2019 voraussichtlich 42 Milliarden US-Dollar übersteigen. Herkömmliche Kopfhörer und Ohrhörer wurden bisher nicht als tragbare Technologie bezeichnet. Es fehlte ihnen an intelligenten Sensoren, welche für die Nische der Wearables entscheidend sind. Dies änderte sich im letzten Jahr jedoch rapide dank neuer drahtloser Technologie, Rauschunterdrückungsfunktionen und Berührungssensoren. Seit der Einführung der AirPods durch Apple ist der Markt für TWS-Ohrhörer (True Wireless) explodiert, und sie werden für die Mehrheit der Generation Z und Millennials zu einer unverzichtbaren tragbaren Technologie.

Smartwatches sind jedoch das Kernstück der tragbaren Gadgets. Sie sind fast zu einem Smartphone am Handgelenk geworden. Mit vielen Sensoren, Betriebssystemen und vielem mehr unterstützen einige Smartwatches Musik-Streaming-Dienste wie Spotify und Deezer. Andere, wie Garmin Forerunner, sind Sportgeräte mit zusätzlichem Platz für die eigene Musiksammlung. In beiden Fällen benötigt man drahtlose Kopfhörer, um Musik hören zu können. Einige Smartwatches können unabhängig Musik streamen oder abspielen, aber die meisten Geräte sind weiterhin vom Smartphone abhängig.
Das Mobiltelefon ist zwar etwas, das wir die ganze Zeit bei uns haben, aber technisch gesehen nicht am Körper tragen. Es ist also nicht wirklich ein Wearable. Dennoch ist es selbstverständlich, dass Smartphones die vielfältigsten Möglichkeiten der Musikwiedergabe bieten. Man kann zudem gleichzeitig die Nachrichten lesen, Sport-Highlights anschauen oder Spiele im Online Casino Österreich durchstöbern. Die Musikindustrie verlässt sich seit Jahren stark auf Smartphones. Diese werden nun jedoch durch die aufkommenden Wearables ergänzt.

Neue Konzepte

Der Schall ist eine Welle, und einige tragbare Produkte versuchen, die Vibrationen zu nutzen, um die Musik zu verstärken. Body Rocks verwenden einen Gürtel und Steine, die zum Klang der Musik vibrieren und die Beats über die Knochen mit haptischem Feedback übersetzen. Das vermittelt dem Musikhörer eine umfassende körperliche Empfindung. Alles ist dabei mit Bluetooth verbunden.

Music Lens ist eine modische Marke, welche eine Sonnenbrille mit Musikwiedergabe kombiniert, die über die Knochen weitergeleitet wird, um hochwertigen Klang zu bieten und das Trommelfell zu schützen. Sie verfügt über eine intelligente Touch-Steuerung und kann wie andere drahtlose Kopfhörer verwendet werden.

Einige Hersteller von Smart- und Video-Sonnenbrillen integrieren auch normale Ohrhörer in ihre Produkte. Amazon führte Echo Frames ein, eine normale Brille mit integriertem Alexa-Assistenten und einer Reihe von Lautsprechern, die den Ton aus dem dickeren als üblichen Rahmen wiedergeben. Derartige Produkte benötigen ebenfalls ein Smartphone zur Kopplung und Anwendung.

Auf den Wearable-Zug aufspringen

Mobil, handlich und jetzt tragbar. Die Musikindustrie macht sich alle Veränderungen zu eigen, die die Drahtlostechnologie ermöglicht. Mobiltelefone, handliche drahtlose Lautsprecher und jetzt ein riesiger Markt für tragbare Technik mit branchenführenden Anbietern wie Apple, Samsung, Huawei, Fitbit, Garmin und anderen, die eine Reihe neuer Produkte anbieten. Crowdfunding-Plattformen haben mehrere weitere innovative Produkte in der Pipeline. All diese Produkte und Trends benötigen eine Musikquelle, und genau hier kommt die Branche mit ihrer umfangreichen Bibliothek von Musik- und Streaming-Diensten ins Spiel.